Harburg - Der CDU-Ortsverband Harburg Mitte kritisiert scharf den Umgang der Harburger Verwaltung mit dem Rieckhof. „Mein Ortsverband, in dessen Ortsverbandsgebiet der in Harburg beliebte Rieckhof liegt, hat sich nach ausgiebiger Diskussion dafür ausgesprochen, dem bisherigen Betreiber unsere Solidarität auszusprechen", so die Vorsitzende und Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver.

In ihren Augen sei durch die Pandemie ohnehin ein ungünstiger Zeitpunkt, für eine Neukonzeption. Für ein Unding hält Stöver, dass die Verwaltung es nicht für nötig hält, die Politik angemessen bei dem Thema zu beteiligen.

"Das dem Betreiber mit dem Auslaufen der Mittel gedroht wird, deutet darauf hin, dass es für eine Kündigung keine Grundlage gibt", so Stöver. Nach Ansicht von Stöver sollten sich Verwaltung und Politik an einen Tisch setzen und zunächst die rechtlichen Aspekte der Beendigung der Trägerschaft klären und anschließend ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Rieckhofs erarbeiten. Stöver kann sich dann auch eine Ausschreibung über die Trägerschaft vorstellen.

Bereits vorher hatte Viktoria Ehlers (FDP) das Vorgehen der Verwaltung als "irrsinnig" bezeichnet. Sie befürchtet, dass ein Trägerwechsel zum Wegfall der Leistungen des Rieckhofs führen. Man müssen den Charakter des Rieckhofs "um jeden Preis in seiner jetzigen Form erhalten". Das Verhalten der Verwaltung, sowie der SPD und den Grünen bezeichnete sie als "mal wieder extrem Image schädigend für Harburg". zv