Harburg - Dieser Vorwurf nährt den Verdacht, dass die Ausbotung des Trägervereins aus dem Veranstaltungszentrum Rieckhof ein abgekartetes Spiel ist. Denn laut Verwaltung ist Ansatzpunkt für die Neuausschreibung der Trägerschaft, dass der Rieckhof weiter entwickelt werden soll. Genau darum, so Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen, habe man sich frühzeitig gekümmert - ohne das die Verwaltung reagiert habe.

Bereits 2019 sei unter dem Titel "Struktur und Konzept - Weiterentwicklung 2020 bis 2029" ein Dialogangebot per Email an Politik und Verwaltung, aber auch in die Kulturszene geschickt worden. 100 Adressen seien angeschrieben worden.

"Am 7. August 2020 haben wir eine zweite Version nochmals an etwa 100 Personen verschickt", so Hansen. "Diese hatten wir um ausführliche Kontaktinformationen ergänzt."

Im Schlusswort hieß es unter anderem: "Wir freuen uns auf viele spannende Gespräche mit ganz vielen Akteuren und Freunden Harburgs und auf Eure Ideen."

Passiert ist laut Hansen nichts. Weder das Bezirksamt als Auftraggeber, noch die Fraktion der Grünen oder der SPD in der Bezirksversammlung Harburg hätten sich bewegt. "Bis zum heutigen Tag, hat noch keine einzige Person aus Politik, Verwaltung oder dem kulturellen Bereich auch nur eine einzige Minute mit uns darüber diskutieren wollen", so Hansen.

Dabei hatte unter anderem die Dezernentin Dr. Anke Jobmann, die als treibende Kraft in der Verwaltung für die Neuausschreibung der Trägerschaft des Rieckhofs gilt, laut Hansen bereits am 13. Oktober 2019 insoweit auf die erste Email reagiert, indem sie den Empfang bestätigt habe. zv