Harburg – Unglaublich, was SuedKultur da auf die Beine gestellt hat – mitten in Harburg! Vor einer Woche war feierliche Eröffnung,

seit Sonntag lockt die „Kunstleihe Harburg“ nun Kulturfreunde aus ganz Hamburg und darüber hinaus ins Obergeschoss des Projekts „3falt –Kunst, Kultur, Kreativität“ in der Neuen Straße. Sie können sich dort für schmale sechs Euro unter gut 100 Kunstwerke eins aussuchen und für drei Monate ausleihen, um die eigenen vier Wände, das Büro, die Kanzlei, die Praxis oder die Kita zu schmücken und so erste Kunsterfahrungen auf eigene, persönliche Art zu machen.

Dass sich auch Harburg mit der Kunstleihe schmücken kann, zeigt die Liste der renommierten Förderer: Nach der Alfred-Töpfer-Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, dem Harburger Eisenbahnbauverein und dem Verein ±± beteiligt sich nun auch die Ebelin und Gerd Bucerius ZEIT-Stiftung an den Kosten der Kunstleihe.

Wenig bis kein Interesse zeigten dagegen die Mitglieder des Harburger Kulturausschusses. Bisher hat sich jedenfalls nicht einmal eine Handvoll von ihnen in der Kunstleihe sehen lassen.

Trotzdem zieht Heiko Langanke, einer der Initiatoren des Kunstleihe-Projekts, eine positive Bilanz: „Unsere Erwartungen haben sich wahrlich erfüllt.“ Schon am ersten offiziellen Eröffnungstag seien sieben Kunstwerke fachgerecht verpackt und „in die private Kunstwelt entsandt“ worden. Die Kunstwerke stammen aus einer privaten und nun aufgelösten Sammlung, von Künstlern und Stipendiaten der Claussen-Simon-Stiftung, von der Kunstinitiative der Technischen Universität, vom Museum für Harburger Stadtgeschichte und auch von lokalen Künstlern.
„Das ist erst der Anfang“, sagt Langanke. „Wir haben noch viel vor – zum Beispiel Kunstkurse, die Mitgliedschaft im Bundesverband der Artotheken oder den Aufbau einer Stiftung, in die eigene Kunstwerke einfließen.“
Die nächsten Ausleihtage: Sonntag, 3. und 10. Februar, jeweils von 12 bis 17 Uhr. ag