Neugraben – Das neue Wohnquartier in Neugraben nimmt Fahrt auf:  Am S-Bahnhof Neugraben entstehen 110 neue Wohnungen. Fest steht jetzt, das ein Lübecker Architekturbüro das städtebauliche Entwurfsverfahren gewonnen hat.

Eine Jury aus Verwaltung, Fachleuten und Mitgliedern der Bezirksversammlung Harburg entschied sich unter fünf Entwürfen internationaler Büros einstimmig für den Entwurf des Lübecker Architekturbüros Riemann. Vor der Entscheidung des Preisgerichts hatte das Bezirksamt alle Planungsalternativen den Grundstückseigentümern und der Öffentlichkeit und vorgestellt sowie Rückmeldungen und Wünsche aufgenommen.

Das Verfahren hatte die Procom Invest GmbH & Co KG im Joint Venture mit Pekrul ProjektPartner GmbH im Einvernehmen mit der Stadt ausgelobt. Die Hamburger Unternehmen sind Eigentümer eines 5400 Quadratmeter großen Baufelds, auf dem 110 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 10.000 Quadratmetern entstehen sollen.

Ein Drittel der Wohneinheiten soll öffentlich gefördert werden. Das gesamte Plangebiet umfasst mit 1,4 Hektar auch noch eine Reihe von Grundstücken im Streubesitz. Der Gewinnerentwurf wird im Plangebiet die Grundlage für den neuen Bebauungsplan Neugraben Fischbek 77 bilden.

Ziel der Quartiersplanung sind insbesondere ein besserer Lärmschutz sowie eine zeitgemäße Nutzungsdichte des Areals. Das Planungsgebiet liegt 250 Meter östlich des S-Bahnhofs Neugraben. Mit einer zukunftsweisenden Blockrand-Bebauung am Dorflageweg soll der mit geschütztem Baumbestand Innenbereich des geplanten Quartiers vor Emissionen der angrenzenden Bahnstrecke und der Hauptverkehrsstraße Süderelbebogen geschützt werden.

Der Architekturentwurf sieht mehrgeschossige Gebäude mit 1,5 bis 5-Zimmer-Wohnungen vor. Roter Ziegel und begrünte Dächer sind auffällige Gestaltungsmerkmale. Das Quartier soll ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. Procom und Pekrul ProjektPartner planen auf ihrem Grundstück ebenfalls eine Kita.

Für die übrigen Grundstücke im Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans sieht die Entwurfsplanung ein Potenzial von weiteren etwa 100 Wohnungen Bruttogeschossfläche vor. Das 8750 Quadratmeter große Areal teilt sich derzeit in mehrere Grundstücke, die sich überwiegend in Privatbesitz der dortigen Anwohner befinden. Möglich ist eine langfristige grundstücksweise Nachverdichtung mit Reihenhäusern, Townhouses und höheren Gebäuden zur Straße hin. Ein Zwang zum Neubauen entsteht nicht. Die Bauträger planen einen Baustart voraussichtlich im Sommer 2023.

Eine öffentliche Vorstellung des Projektes findet am Montag, 15. November 2021 im Stadtentwicklungsausschuss statt. Beginn ist um 18 Uhr im Bürgerzentrum Feuervogel in der Maretstraße 50 statt. Hinweis: Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! notwendig.