Harburg - Am kommenden Sonntag, 16. Mai, ist Internationaler Museumstag. In ganz Deutschland bieten die Museen an diesem Tag digitale Angebote, gewähren besondere Einblicke und zeigen neue Perspektiven. Auch das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg lädt zu einem digitalen Museumsbesuch ein.

Anders ist die Situation im wenige Kilometer entfernten Freilichtmuseum am Kiekeberg: Unter dem Motto „75 Jahre Niedersachsen“ öffnet das Museum für Besucher mit Testnachweis seine Pforten. Am Sonntag, 16. Mai, zeigt das Freilichtmuseum am Kiekeberg von 10 bis 18 Uhr die erste Friedenszeit 1945 und den Aufbau 1946 mit seinen Gelebte-Geschichte-Darstellern.

Auf digitalem Wege können Interessierte im Harburger Museum auf Entdeckungstour zur Archäologie Norddeutschlands und der Stadtgeschichte Harburgs gehen, zum Beispiel mit dem Google Arts Project. Dieser virtuelle Rundgang präsentiert unzählige archäologische Schätze. Das Faszinierende: Alle Objekte wurden so hoch auflösend dokumentiert, dass jedes Detail sichtbar wird.

Per Mausklick geht es auch mit Google Street View direkt von der Straße hinein ins Museum zu einem kompletten Rundgang durch die Archäologische Ausstellung. Dafür wurde die gesamte Schau professionell mit 3D-Technik aufgenommen.

Ein weiteres digitales Highlight: Auf dem 360-Grad-Rundgang durch die Sonderausstellung „hot stuff – Archäologie des Alltags“ begegnen die Besucher Dingen, die erst vor kurzem ein Must-have waren und heute von Kindern und Jugendlichen ungläubig bestaunt werden. Auch die Webstory zur Hammaburg entführt sie in die Vergangenheit, nämlich zur Entstehungsgeschichte Hamburgs. Wer noch mehr über dieses Thema wissen möchte, geht mit der Audiotour Domplatz auf eine Reise zurück ins 8. Jahrhundert und damit auf die Spuren der Stadtgeschichte und ihre archäologischen Hinterlassenschaften.

 

Ein ganz besonderes Angebot stellt die Video-Führung mit dem Museumsdirektor dar: Hier führt der Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss (links) durch die Archäologische Ausstellung und gibt Einblicke in die Ideen hinter der außergewöhnlichen Gestaltung und Inszenierung des Museums.

Am Kiekeberg begegnen die Darsteller der "Gelebte Geschichte 1945" den Besuchern in authentischer Kleidung und Lebenssituation: Vor dem Fischerhaus räuchert ein Bewohner Fische zur Versorgung in der Nachkriegszeit. An der Nissenhütte, einer Notunterkunft auf dem Museumsgelände, mauert ein Flüchtling eine Behelfskochstelle. Daneben kocht eine Vertriebene auf einer damals typischen "Kochhexe".

Besucher melden sich über die Homepage des Freilichtmuseums www.kiekeberg-museum.de oder per Telefon unter 0 40/79 01 76-0 an. Das Programm unterliegt den geltenden Corona-Regelungen: Besucher zeigen ihren Genesenennachweis beziehungsweise ihren Nachweis über die vollständige Impfung vor - alternativ ist ein negativer PCR-Test oder Schnelltest aus einem Testzentrum nötig, der nicht älter als 24 Stunden ist. Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind davon befreit. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. (cb)

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