Harburg - Nun ist der da, der Bus, in dem ab sofort kostenlos Corona-Schnelltests

im Bezirk Harburg gemacht werden können. Um 9 Uhr fuhr er, als Teil der "logistischen Meisterleistung des Senates", wie der Bürgerschaftsabgeordnete Sören Schumacher die Organisation der Schnelltestungen nannte, auf dem Harburger Rathausplatz vor.

Wer einen richtigen Bus erwartete, wurde enttäuscht. Es ist mehr ein Sprinter-Format, dass dort ankam. Und auch wer gedacht hatte, dass in Harburg auf dem Rathausmarkt und auf dem Neugrabener Markt gleichzeitig getestet wird, wurde enttäuscht. Der Bus steht an drei Tagen, montags, mittwochs und freitags, in Harburg. Der Dienstag und der Donnerstag sind für Neugraben vorgesehen.

Noch ist die ganze Sache etwas provisorisch. "Wir haben erst am Mittwoch gegen 16 Uhr erfahren, dass wir es machen können", sagt Julien Figur, Geschäftsführer eines Unternehmens aus der Reisebranche, dass mangels Aufträge auf Schnelltestungen umgesattelt hat. So sollen ein paar Kleinigkeiten noch verbessert werden.

Aber es läuft. Trotz Wind, der das schwer auf dem Rathausplatz zu verankernde Zelt, unter dessen Dach die Proben entnommen werden, leicht abheben ließ, konnten sich erste Harburger testen lassen.

Momentan muss man noch auf das Ergebnis warten. Auch das ist ein Zugeständnis an den kurzfristig vergebenen Auftrag. Demnächst wird das Ergebnis via Email zugestellt.

Und auch ein zweiter Schwachpunkt zeigte sich. Ein nicht unerheblicher Teil der Harburger, die kurz nach dem Start des Angebots sich testen lassen wollte, verfügen nicht über das nötige Wissen oder das Gerät, um sich online vorab zu registrieren. Denn eine Registrierung vor Ort mit Hilfe von Mitarbeitern des Anbieters ist nicht vorgesehen. "Das ist personell nicht darstellbar", so Figur. Denn bislang ist nicht geklärt, wie die Testungen genau abgerechnet werden.

Das Team selbst ist engagiert. "Wir haben als Teil der Reisebranche ein hohes Interesse daran, dass sich die Situation möglichst bald wieder normalisiert", sagt Figur. Deswegen hat man sich ins Zeug gelegt.

Die Testungen an den mobilen Standorten sind zunächst in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr vorgesehen. Man muss sich vorher unter gotestme.de anmelden. Die Zeiten, in denen getestet wird, können sich aber noch ändern. "Wir sind flexibel und richten uns nach dem Bedarf", sagt ein Mitarbeiter. zv