Harburg – Sie sind wieder da: Nachdem die Schilder, die auf die Maskenpflicht im Harburger Stadtpark hinweisen, von Unbekannten

abmontiert worden waren, sind jetzt neue Aufgestellt worden. Wie berichtet wurden die Hinweistafeln vergangenes Wochenende aufgestellt und bereits in der Nacht zu Sonntag entwendet.

Da auch an diesem Wochenende die Maskenpflicht im Stadtpark gilt, waren Mitarbeiter der Behörde auch am heutigen Sonnabendmittag unter anderem am Stadtpark-Eingang Nymphenweg (Kleines Foto) unterwegs, um neue Schilder aufzustellen.

Allerdings sind es nicht mehr so viele, wie am ersten Wochenende. Und auch die Zahl derjenigen, die am Sonnabend Masken im Stadtpark trugen, war überschaubar. Wer also Morgen einen Spaziergang oder Dauerlauf im Stadtpark machen möchte, sollte auf jeden Fall eine Maske aufsetzen.

Am Sonnabend hielt sich kaum jemand dran. Am Nachmittag flanierten, auch wetterbedingt, eher wenige Leute um die Außenmühlen. Kaum jemand trug dabei eine Maske.

Die Maskenpflicht im Harburger Stadtpark besteht nach wie vor sonnabends, sonntags und an Feiertagen in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr.

Allerdings gibt es hinter den Kulissen Probleme. Zunächst schien unklar, wer für das Aufstellen der Schilder zuständig ist. Der Bezirk sah die Polizei in der Verantwortung. Die verwies auf die Innenbehörde. Dort gab es die Auskunft, dass das Aufstellen der Schilder in der Vorwoche über den Krisenstab in Amtshilfe organisiert worden war, weil es sehr schnell gehen musste. Tatsächlich sieht man aber die Bezirksämter in der Pflicht.

Nicht umgesetzt wurde Pläne auch in zwei Bereichen in Neugraben die Maskenpflicht einzuführen. Unter anderem war bezweifelt worden, dass es angesichts gleichzeitiger Lockerungen in anderen Bereichen eine weitere Ausweitung der Maskenpflicht auf Akzeptanz stößt.

Zweifel gibt es behördenintern auch an der "Korrektheit" der Schilder. Die Drucke auf Pappe sind nicht als behördliches Schild gekennzeichnet. So fehlt ein Hinweis, dass es sich um ein offizielles Schild handelt. Auch ist das Schild nicht in der Verordnung abgebildet. So gibt es intern Zweifel, dass "Maskenmuffel", die sich vor Gericht gegen ein Bußgeld wehren, auch tatsächlich zahlen müssen. (cb)