HarburgCorona-Krise und kein Ende: Wie berichtet macht die Durststrecke auch den Harburger Clubs schwer zu schaffen. Jetzt zieht Heimo

Rademaker, Betreiber von Marias Ballroom im Phoenix-Viertel, die Corona-Reißleine: „Wir motten Marias Ballroom erstmal ein und versuchen die letzten Fixkosten zu minimieren“, sagte Heimo Rademaker am Dienstag.

Der Kostendruck und die Ungewissheit, wann die großen Lockerungen der Auflagen kommen, waren einfach zu groß: „Die Teilöffnung mit Beschäftigung der Minijobber rechnet sich leider nicht, genauso wenig wie die abgespeckten Sitzkonzerte im Ballroom“, begründet Rademaker die bittere Entscheidung, die ihm mit Sicherheit nicht leicht fiel. Und weiter: „Booker und Techniker sind bis April in Kurzarbeit und die Minijobber kann ich nun nicht mehr entlohnen und werden gekündigt.“

Am Freitag, 21. August, gibt’s vorerst die letzte Musik im Club in der Lassallestraße. Dann tritt Musiker Luke Benett auf. Danacht wird der Laden wieder geschlossen. Rademaker: „Alle noch beworbenen Konzerte ab September, werden nun nach und nach abgesagt und wo es geht mit neuen Termin verschoben, Tickets behalten ihre Gültigkeit.“
 
Am Sonnabend, 22. August, wird ab 20 Uhr im Zuge des „Sommer im Park - Spirit of Harburg“ aus Marias Ballroom „Heimos Nacht“ über Hamburg 1 und sozial media ausgestrahlt. „Ich habe mir drei Harburger Künstler zum Talk eingeladen, die zudem ihre neuesten Songs vorstellen werden. Mit dabei sind Jimmy Cornett, Peter Sebastian und Micky Wolf von Van Wolfen.  (cb)