Harburg - Unter dem Titel "Koloniales Harburg" findet am Mittwoch, 30. September, der nächste Rundgang der Geschichtswerkstatt Harburg statt. Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die koloniale Globalisierung ihren Höhepunkt. Auch für das damals noch preußische Harburg brachte diese Zeit weitreichende Veränderungen. Zunehmend siedelten sich Fabriken an, die Rohstoffe aus kolonisierten Gebieten verarbeiteten.
Insbesondere die Öl- und Kautschukindustrie boomten in der Stadt an der Elbe. Bis heute hat die koloniale Zeit ihre architektonischen Spuren im Stadtbild hinterlassen.
Weitgehend unsichtbar bleiben allerdings die Geschichten der Menschen, die in ihren Heimatländern Ausbeutung, koloniale Gewalt und Vertreibung erleben mussten.
"Während eines Stadtrundgangs vom Rathaus zum Harburger Binnenhafen werden wir uns dem heutigen Stadtteil in der Kolonialzeit widmen. Geleitet wird der Rundgang von Anna Prochotta, Autorin des Stadtführers „Koloniales Hamburg“ (2024)", so die Veranstalter.
Treffpunkt ist in der Neue Straße 50, vor der Jugendberufsagentur. Der Rundgang findet am Mittwoch, 30. September, von 17 bis 19 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei – Spenden sind willkommen.
Um Anmeldung wird gebeten: per E-Mail info@geschichtswerkstatt-harburg.de oder Telefon 040 767 573 07.

