Harburg. Mit einem dreitägigen Fest hat der Kultur Palast Harburg vom 4. bis 6. September seine Wiedereröffnung nach umfassender Modernisierung gefeiert. Musik, Begegnung und sichtlich bewegte Gäste prägten das Wochenende und machten deutlich: „Das Bürgerhaus ist zurück im Herzen des Stadtteils.“
Freitag: Festakt, Torte und Musik bis in die Nacht
Den Auftakt bildete der offizielle Festakt, bei dem Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Bezirksamtsleiter Christian Carstensen dem Kultur Palast Harburg viel Anerkennung für den langen Atem und das umfangreich eingebrachte Know-how aussprachen, das in die von der Stadt Hamburg durchgeführte Sanierung geflossen ist. Schon zum feierlichen Anschnitt einer großformatigen Eröffnungstorte war die Freude im Saal spürbar.
Musikalisch eröffnete Gospel Train das neue Kapitel des Hauses. Es war das erste Konzert nach der langjährigen Schließung. Die hervorragenden jungen Künstlerinnen und Künstler des Harburger Chors, unter der Leitung von Peter Schuldt, rissen mit ihrem Auftritt die Gäste von ihren Sitzen. Höhepunkt des Abends war der Song „Ich bin Harburg", der für Gänsehautmomente im Saal sorgte. Im Anschluss bekam die Band The Working Advocates kräftigen Applaus, bevor Volkan Baydar und The Volcanoes furios aufspielten. Den Ausklang bildete die Downtown Disco. Rund 1.000 Besucherinnen und Besucher feierten den Eröffnungsabend bis spät in die Nacht. Der Kultur Palast Harburg ist wieder da!
Samstag: Tag der offenen Tür und ABBA-Party
Am Samstag öffnete der Kultur Palast seine Türen für die ganze Nachbarschaft. Beim Tag der offenen Tür lud das Haus zum Kennenlernen ein: Bei „Musik aus Obst und Gemüse“ mit den Klangstrolchen, Graffiti-Kunst mit 3-D-Brillen, zahlreichen Mitmach-Aktionen und Hausführungen konnten die Harburgerinnen und Harburger ihren Kultur Palast neu entdecken. Zahlreiche Theater-, Literatur- und Interessengruppen aus dem Stadtteil zeigten reges Interesse daran, das Bürgerhaus künftig als feste Heimat für ihre Arbeit zu nutzen – ein deutliches Signal für die Bedeutung der Einrichtung als Treffpunkt kultureller Vielfalt. Ein bunt gemischtes Bühnenprogramm mit verschiedensten Gruppen rundete den Tag ab.
Am Abend verwandelte ein ABBA-Revival-Konzert den Saal in eine Tanzfläche: Keiner blieb auf seinem Platz sitzen. Insgesamt kamen am Samstag rund 600 Gäste ins Haus.
Sonntag: Frühschoppen, Kinderkonzert – und ein Feuerwehreinsatz mit Show-Effekt
Der Sonntagvormittag stand im Zeichen des traditionellen Frühschoppens mit der SwingING. Big-Band der TU Hamburg-Harburg, der auf guten Zuspruch traf. Am Nachmittag begeisterte die Kinderrockband RADAU! mit ihrem Feuerwehr-Konzert die jüngsten Gäste – und sorgte dabei für einen ungeplanten Höhepunkt: Ein Brand-Fehlalarm rief tatsächlich die Feuerwehr auf den Plan. Passend zum Bühnenmotto nahmen die Einsatzkräfte den Moment mit Humor und gesellten sich am Ende gemeinsam mit zu Künstlerinnen und Künstlern auf die Bühne – zur großen Freude des jungen Publikums.
„Ein furioser Anfang"
„Das war ein furioser Anfang und ein deutliches Zeichen: Wir sind wieder da!", zieht Dörte Inselmann, Intendantin und Vorstand der Stiftung Kultur Palast, Bilanz. Möglich gemacht hat das Eröffnungswochenende ein Team, das mit großem Engagement und Herzblut an drei Tagen für einen reibungslosen Ablauf, gute Stimmung und ein rundum gelungenes Fest gesorgt hat.
Der Kultur Palast Harburg setzt sein Programm nun im laufenden Betrieb fort – als Ort der Begegnung, für alle Generationen und alle im Stadtteil lebenden Nationen.
Mehr dazu unter: www.kulturpalast-harburg.com

Dörte Inselmann im Gespräch mit Finanzsenator Dr. Andreas Dressel.



