Harburg – Auf der Buxtehuder Straße hat es am Freitagvormittag offenbar erneut einen Schaden an einer Trinkwasserleitung gegeben. Nur wenige Monate nach dem schweren Rohrbruch am 15. Mai und mitten in den noch laufenden Bauarbeiten kam es rund 200 Meter weiter zu einem weiteren Vorfall.
Gegen 11.15 Uhr schoss zwischen der Seehafenbrücke und der Neuen Straße plötzlich Wasser aus der Fahrbahn. Der Asphalt wölbte sich sichtbar – ein Hinweis darauf, dass der Untergrund bereits unterspült sein könnte. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Buxtehuder Straße in Fahrtrichtung Harburg zwischen Seehafenbrücke und Schlossmühlendamm vollständig.
Der Verkehr wird nun großräumig umgeleitet: Fahrzeuge Richtung Harburg fahren über die Straße Zur Seehafenbrücke, der Verkehr aus Harburg Richtung Neugraben wird über den Schlossmühlendamm geführt. Auch mehrere HVV Buslinien müssen den Bereich meiden, was zu deutlichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr führt.
Wie schwer der Schaden ist, lässt sich derzeit nicht beurteilen. Nach Angaben von Hamburg Wasser muss die betroffene Stelle zunächst freigelegt werden, um die Ursache zu klären. Erst dann könne entschieden werden, welche Reparaturen notwendig sind und wie lange die Sperrung bestehen bleibt. Ob eine Trinkwasserleitung beschädigt wurde oder lediglich eine Armatur defekt ist, sei noch unklar.
Für Pendler und Anwohner ist die erneute Sperrung besonders belastend. Schon der Rohrbruch im Frühjahr hatte die wichtige Verkehrsachse tagelang lahmgelegt, die anschließenden Sanierungsarbeiten dauern bis heute an. Sollte sich der Verdacht eines weiteren Wasserrohrbruchs bestätigen, droht Harburg erneut ein erhebliches Verkehrschaos. Bis belastbare Erkenntnisse vorliegen, müssen sich Autofahrer und Busfahrgäste auf weitere Behinderungen einstellen.
Am frühen Mittag hat die Polizei den Verkehr in beide Richtungen auf jeweils einer Spur zunächst wieder freigegeben. Da sich die Schäden noch nicht abschätzen lassen, wird das zunächst so bleiben. Entscheidend soll sein,
wie groß das Baufeld sein wird und auch wie groß die Unterspülungen der Straße sind. Vermutlich wird im Laufe des Tages eine Entscheidung getroffen.


