Wilhelmsburg -  Schnipp. Mit dem Durchschneiden eines Bandes haben Bürgermeister Peter Tschentscher, der Parlamentarische Staatssekertär Enak Ferlemann,

Bahnchef Ronald Pofalla, Wirtschaftssenator Michael Westhagemann und Dirk Brandenburger von der DEGIS die neue Wilhelmsburger Reichsstraße eingeweiht. Nach knapp sechs Jahren Bauzeit ist das 4,6 Kilometer lange Teilstück zwischen Wilhelmsburg Süd und Georgswerder fertig.

Am kommenden Monatg ab 5 Uhr sollen dann auch endlich die Autofahrer die neue Strecke nutzen können, die die marode alte Reichsstraße ersetzt. Natürlich wird auch noch mal in letzter Minute geklagt. Zwei Ehepaare wollen die Freigabe verhindern. Es geht um Lärmschutz in einem Bereich, in dem auch die S-Bahn verläuft. Das zuständige Gericht entscheidet am Freitag.

Experten halten die neue Reichsstraße für eine gute Lösung für alle Betroffenen. Die nach neusten Maßstäben direkt neben der Bahnlinie gebaute Strecke soll deutlich besser vor Lärm schützen. Städtebaulich ist Wilhelmsburg nicht mehr an zwei Stellen durchschnitten. Die alte Reichsstraße wird abgerissen. Ein großer Teil wird Parkanlage. Im nördlichen Bereich sollen Wohnungen gebaut werden.

Die neue Reichsstraße wird drei Anschlussstellen haben. Richtig neu ist dabei nur die Anschlussstelle Wilhelmsburg, die weiter nördlich als die alte Anschlussstelle Wilhelmsburg-Mitte liegt und nicht an die Mengestraße, sondern an die Dratelnstraße anschließt. Neu wird auch sein, dass die A253, die Harburger "Stadtautobahn", und A252, ein "Fitzelstück" im Bereich Georgswerder, das in die A255 übergeht, formell nicht mehr Autobahn, sondern wie die Reichsstraße B75 sein werden.

Bis zur geplanten Freigabe am Montag sind noch einige Arbeiten zu erledigen. Dafür muss die alte Reichsstraße zwischen Georgswerder und Wilhelmsburg-Süd ab Freitag, 5 Uhr, für drei Tage gesperrt werden. zv

Die neue Reichsstraße im Bereich Wilhelmsburg. Foto: André Zand-Vakili