TU-Harburg trauert um Ex-Präsident Professor Hauke Trinks

Harburg - Die TU-Harburg verliert mit Hauke Trinks eine herausragende Persönlichkeit, die maßgeblich prägend war für ihre heutige Ausgestaltung und

ihr großes Renommee. Er war unermüdlicher Impuls- und Ideengeber für seine Technische Universität. Früh hatte er in den 90er-Jahren erkannt, dass Internationalisierung und moderne Lehr- und Lernformen in die technisch-wissenschaftliche Ausbildung gehören. Hauke Trinks ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren auf Spitzbergen. Trinks war Präsident der TUHH von 1993 bis 1999.

Auch das Bewusstsein um den hohen globalen Wettbewerbsdruck in der akademischen Ausbildung war eines seiner treibenden Motive. So groß sein akademisches Ansehen war, so sehr war er auch von seinen Studierenden geachtet. In der Lehre genoss er höchste Wertschätzung bei den Studierenden, für die er immer ein offenes Ohr hatte und viele ihrer Vorschläge zur Verbesserung der Lehre und des Studiums unmittelbar umsetzen ließ. So verband er seine eigene Lebenserfahrung und Bodenständigkeit mit einem starken Willen und einem hohen Maß an planerischer Intuition, um neue Ziele zu formulieren, Meilensteine zu definieren und dabei den Blick auf den Horizont nicht zu verlieren.

Zugleich verstand es Hauke Trinks, der TUHH ein Gesicht in der Öffentlichkeit zu geben. Er suchte die breite und übergreifende Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Industrie und rückte damit Hamburgs Technische Universität in das Blickfeld weiter gesellschaftlicher Kreise. Nicht zuletzt die erfolgreiche Gründung des Northern Institute of Technology im Jahr 1998 bewies, dass er seine Visionen auch institutionell zu formen wusste. Steter Wille zur Gestaltung, schier unerschöpflicher Ideenreichtum und ein klares Verständnis von effektivem Management trieben ihn an.

"Die TUHH wird ihrem ehemaligen Präsidenten und Professor Hauke Trinks ein ehrendes Andenken bewahren. Wir haben mit ihm einen Vordenker, einen Freund und Vertrauten verloren, der wie kaum ein anderer die positive Entwicklung der TUHH von ihrer Gründung bis ins neue Jahrtausend beeinflusst hat. Er gilt Generationen von Studierenden und heutigen Ingenieuren als Vorbild in seiner Haltung, Disziplin, Zähigkeit und die Neugier des Entdeckers miteinander zu verbinden.", würdigt Professor Garabed Antranikian, Präsident der TUHH, den Verstorbenen. (cb)