Maschen - Die Generalsanierung der Decatur-Brücke ist in Rekordzeit gelungen. Jetzt fehlt noch die Zufahrt über die Rampe in Maschen. Ab dem 25. September abends ist die Brücke dann wieder für alle Fahrzeuge freigegeben. Bürgermeisterin Emily Weede, Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn und Projektleiter Andreas Hein trafen sich vor Ort.
„Wir sind unglaublich glücklich und stolz, dass die Brücke nach etwas über zwei Jahren Bauzeit fertig geworden ist. Das ist wahnsinnig schnell. Die Decatur-Brücke ist zwar seit 2016 gesperrt, aber es wurde wichtige Zeit damit vertan, sich von Gutachten zu Gutachten zu hangeln“, sagt Bürgermeisterin Emily Weede rückblickend und erklärt weiter: „Erst Anfang 2023 ist, nach nochmaliger Durchsicht der Akten- und der Rechtslage, klar geworden, dass wir rechtlich keine andere Möglichkeit hatten, als die Brücke zu sanieren. Ein Abriss wäre rechtlich nicht zulässig gewesen. Im Frühjahr 2023 hat der Rat der Gemeinde Seevetal mehrheitlich beschlossen, die Brücke zu sanieren. Und wir haben 2024 angefangen, zu bauen. Das ist eine absolute Rekordzeit, ein 50-Millionen-Projekt in dieser Zeit zu realisieren.“
Am 25. September um 18 Uhr ist es so weit: Dann können erstmals nach fast 10 Jahren wieder Kraftfahrzeuge, über die seit Herbst 2016 gesperrte Decatur-Brücke fahren. Bis dahin fehlen nur noch ein paar letzte Arbeiten – etwa das Anbringen der Leitplanken, der Beleuchtung, Markierungen und Schilder und natürlich die Zufahrt zur Brücke über die Rampe Maschen. „Was für eine Erleichterung für Einwohnerinnen und Einwohner!“, so Angelika Tumuschat-Bruhn, Ortsbürgermeisterin von Maschen/Horst/Hörsten. „Endlich können die Maschener den Bahnhof wieder direkt erreichen und die Hörstener in Maschen die Geschäfte und ihre Ärzte. Das freut uns riesig!“
Die Decatur-Brücke ist nach der US-Partnerstadt Decatur benannt. Sie überquert Europas größten Rangierbahnhof in Maschen, verbindet die Gemeindeteile Maschen und Hörsten und erschließt ein bahneigenes Gewerbegebiet im Herzen der Gleisanlagen. Mit ihrer Fertigstellung wird auch der Personenbahnhof Maschen, der nordöstlich der vielen Gleise des Rangierbahnhofes liegt, wieder von Süden aus erreichbar sein. Pendler können, wie früher, auf dem P+R-Parkplatz parken, auf die Bahn umsteigen und z.B. nach Norden in Richtung Hamburg oder nach Süden in Richtung Hannover fahren.
In der Nähe des Eingangs des Personenbahnhofes steht dann auch eine neue Fahrradabstellanlage. Radfahrende können hier auf die Bahn umsteigen und ihr Fahrrad bis zur Rückkehr stehen lassen. Die neue komplett überdachte Fahrradabstellanlage wird einen abgeschlossenen und einen offenen Bereich erhalten. Den Zugang zum abgeschlossenen Bereich wird eine App ermöglichen, die sich auch bei anderen Anlagen im Gemeindegebiet bewährt hat.
Die Instandsetzung der 750 Meter langen Brücke über den größten Rangierbahnhof Europas stellt für Seevetal einen in der Geschichte der Gemeinde noch nie dagewesenen Kraftakt dar, der finanziell nur mit Hilfe von Landesfördermitteln gestemmt werden konnte. Ein Großprojekt, das voll im Zeitplan geblieben ist und auch budgetmäßig allen Vorausschauen zu Folge nahezu eine Punktlandung erreichen wird. „Ohne die 75-prozentige Förderung der Brückensanierung durch das Land Niedersachsen, wäre das Projekt nicht für Seevetal zu stemmen gewesen. Dafür sind wir dem Land sehr, sehr dankbar“, so Emily Weede.
Bereits im Bauzeitenplan aus dem Jahre 2023 stand der 25. September 2026 als Ziel für die Verkehrsfreigabe auf dem Papier. „Wo gibt es ein solches Projekt, das so im Zeitplan und im Budgetplan bleibt? Daher geht ein ganz großes Dankeschön an Projektleiter Andreas Hein, die Firma Echterhoff und die Strabag AG!“, betont Bürgermeisterin Emily Weede.

