Die acht Paare der Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz treten am kommenden Sonnabend in Wien bei der Europameisterschaft an - rund ein halbes Jahr vor der DM und der Weltmeisterschaft im November und Dezember. Foto: pr
Die acht Paare der Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz treten am kommenden Sonnabend in Wien bei der Europameisterschaft an - rund ein halbes Jahr vor der DM und der Weltmeisterschaft im November und Dezember. Foto: pr
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Die Buchholzer Blau-Weiss-Tanzpaare vertreten Deutschland bei der EM in Wien

Buchholz - Die acht Paare der Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz treten am kommenden Sonnabend bei der Europameisterschaft der Lateinformationen in Wien an und sind damit erneut international gefordert.

Nachdem das Blau-Weiss-Team die Bundesliga-Saison in den Monaten Januar bis März an allen Wettkampftagen auf dem zweiten Platz abgeschlossen hatte, wurden die Paare gemeinsam mit dem vielfachen deutschen und Weltmeister-Team vom Grün-Gold Bremen vom Deutschen Tanzsport-Verband (DTV) für die Europameisterschaft nominiert.

Der Termin dieser Titelkämpfe sorgt allerdings in der internationalen Formationsszene für viele Diskussionen. Während der Weltmeisterschafts-Termin jeweils Anfang Dezember als fester Saisonhöhepunkt etabliert ist, findet die Europameisterschaft nur unregelmäßig statt und wird vom Verein des amtierenden Vizeweltmeisters HSV Zwölfaxing aus Österreich ausgerichtet. Für die deutschen Teams liegt der Wettkampf allerdings mitten in der eigentlichen Saisonpause.

„Nach einer Saison von Oktober bis April brauchen die Paare der führenden Mannschaften normalerweise Zeit zur Regeneration“, erklärt Blau-Weiss-Trainerin Franziska Becker. „Der österreichische Zeitplan ist anders aufgebaut. Dort steht die Staatsmeisterschaft erst Anfang Juni an. Für die deutschen Teams bedeuten die Titelkämpfe dagegen immensen zusätzlichen Aufwand mitten in der Übergangsphase.“

Unter anderem aus diesem Grund hatte der deutsche Meister Grün-Gold Bremen seine Teilnahme bereits frühzeitig abgesagt und für Deutschland wurde daraufhin das Team der TSG Bietigheim nachnominiert.

Für das Buchholzer Team ist die Situation besonders anspruchsvoll, da parallel bereits die Arbeit an der neuen Choreographie der kommenden Saison läuft. „Im Gegensatz zu den Teams aus Bremen, Bietigheim und auch vom HSV Zwölfaxing haben wir in diesem Jahr den Choreographie-Wechsel, der alle zwei Jahre ansteht und extrem aufwändig ist. Dadurch verlieren wir Zeit für den Aufbau der neuen Saison, da so eine neue Choreographie sechs Monate Vorlaufszeit benötigt“, so Becker.

Trotzdem sprachen sich die acht Buchholzer Formations-Tanzpaare bei einem gemeinsamen Treffen und intensiver Aussprache aller Aspekte für die EM-Teilnahme aus. „Wir Trainer waren beeindruckt, dass das Team diesen Weg trotz der Belastung mitgehen möchte. Allen war klar, dass es zum einen zusätzliches Training braucht, um an der Europameisterschaft teilzunehmen und zum anderen die zweite Jahreshälfte noch intensiver wird, da die deutsche Meisterschaft im November für uns als Top Priorität im Kalender gilt. Das zeigt den Ehrgeiz und die Mentalität der Mannschaft“, erklärt Becker. „Trotz des Aufwands ist die Europameisterschaft aber auch eine große Chance, sich international erneut zu beweisen. Ziel ist es, einen Medaillenrang zu ertanzen.“

Gemeinsam mit den Paaren der TSG Bietigheim wird Blau-Weiss Buchholz nun Deutschland in Wien vertreten und dort abermals versuchen, auf internationalem Parkett ein Ausrufezeichen zu setzen.
„Die Vorbereitungen liefen sehr gut, wir haben zwei weitere Trainingslager absolviert. Das hat gut geklappt. Alle sind auf den Punkt fit und motiviert, am Samstag in Wien zu überzeugen,“ so Co-Trainer Christopher Voigt.