Harburg – Ein 73-jähriger Mann hat am Donnerstag im Harburger S-Bahntunnel uriniert und anschließend eine verfassungswidrige Parole zu den Bundespolizisten gerufen.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizei soll der Mann gegen 16:48 Uhr den S-Bahntunnel bei Gleis 12 im Bahnhof Harburg betreten haben.
Aufmerksame Bahnreisende meldeten die Beobachtung einer Präsenzstreife der Bundespolizei. Zusätzlich konnte über eine durchgeführte Videosichtung bestätigt werden, dass der Mann sich hinter die Bahnsteigabsperrung in Richtung S-Bahntunnel begab.
Der 73-Jährige konnte durch die Bundespolizeistreife vor Ort angetroffen werden. Ihm wurden die Gefahren im Gleisbereich erläutert. Er gab an, dass er sich in den Bereich begeben habe, um zu urinieren.
Bei Beendigung der polizeilichen Maßnahme rief der deutsche Staatsangehörige lautstark und für umstehende Bahnreisende deutlich hörbar "Sieg Heil". Ihm wurde mitgeteilt, dass nun gegen ihn ein Strafverfahren wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" eingeleitet wird. Er wollte sich anschließend nicht weiter dazu äußern und wurde vor Ort mit einem Platzverweis entlassen.
Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Strafverfahren übernimmt zuständigkeitshalber das LKA 7 der Hamburger Landespolizei. Zudem wurde gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts "Unerlaubter Gleisaufenthalt" eröffnet.


