Harburg - Ein ungewöhnlicher Einsatz im Bahnhof Harburg hat am Mittwochmittag für Verzögerungen im Regionalverkehr gesorgt. Im Regionalexpress RE 5 von Hamburg nach Cuxhaven war ein älterer Mann in der Zugtoilette eingeschlossen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Der Notruf ging um 11.26 Uhr ein.
Weder von innen noch von außen ließ sich die hydraulische Tür öffnen. Auch der Versuch, sie aufzuhebeln, blieb erfolglos. Die Feuerwehr entschied sich daher für einen ungewöhnlichen Rettungsweg: Die Einsatzkräfte schlugen das Toilettenfenster des Wagens ein und ermöglichten dem Mann so den Ausstieg aus seiner misslichen Lage. Der Fahrgast blieb unverletzt.
Der Zwischenfall hatte spürbare Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Am Gleis 6 des Harburger Bahnhofs kam es rund 45 Minuten lang zu Behinderungen. Der betroffene RE 5 konnte seine Fahrt nicht fortsetzen, alle Reisenden mussten den Zug verlassen. Der Regionalzug soll nun zur Instandsetzung nach Cuxhaven überführt werden.
Um 12.13 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Für die Fahrgäste endete die Fahrt früher als geplant – und für einen von ihnen ein Toilettengang mit einem Ausstieg, der im Fahrplan garantiert nicht vorgesehen war.


