Heimfeld - Ein ungewöhnlicher Wohnungsbrand hat am Dienstagnachmittag für einen umfangreichen Feuerwehreinsatz und erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der Stader Straße gesorgt. Gegen 15.38 Uhr meldeten Anwohner eine Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus zwischen Milchgrund und Eißendorfer Pferdeweg.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte waren bereits ausgelöste Rauchmelder zu hören. Aus einem verschlossenen Zimmer im Erdgeschoss drang dichter, gelblicher Rauch in das Treppenhaus – ein Hinweis auf eine mögliche chemische Reaktion. Welche Substanz die Verfärbung verursachte, war zunächst unklar. Die Feuerwehr führte daher Messungen durch und alarmierte zusätzlich Spezialisten des Umweltdienstes.
Während der Erkundung blieb die Stader Straße im Berufsverkehr teilweise voll gesperrt. Stadtauswärts wurde der Verkehr zwischen Bissingstraße und Eißendorfer Pferdeweg herausgenommen, stadteinwärts bestand eine Sperrung zwischen Eißendorfer Pferdeweg und Milchgrund. Viele Autofahrer mussten großräumig ausweichen, es kam zu deutlichen Verzögerungen.
Nach weiteren Messungen stellte sich heraus, dass es sich um einen Schwelbrand handelte. Die Einsatzkräfte öffneten das betroffene Zimmer und löschten das Feuer mit einem C‑Rohr. In diesem Moment drang dichter Brandrauch aus der Erdgeschosswohnung. Die Nachlöscharbeiten dauern an.
Inzwischen entspannt sich die Lage: In Richtung Harburg ist die B73 wieder freigegeben, in Richtung Neugraben wird der Verkehr voraussichtlich in Kürze zumindest einspurig an der Einsatzstelle vorbeigeführt.
Die Feuerwehr kann noch nicht abschätzen, wie lange die Arbeiten im Gebäude andauern. Hinweise auf Verletzte liegen derzeit nicht vor.


