Harburg – Mit einem erfreulichen Ergebnis hat die Hamburger Polizei am Mittwochnachmittag ihre Schwerpunktkontrolle im Ferienreiseverkehr abgeschlossen. Im Rahmen der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion „Operation Safe Holiday“ überprüften 15 Beamtinnen und Beamte auf dem Rastplatz Harburger Berge an der A7 insgesamt 62 Fahrzeuge, darunter 30 Wohnmobile und 32 Wohnwagengespanne.
Trotz der Vielzahl an Kontrollen mussten die Einsatzkräfte lediglich ein Wohnmobil vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Das Fahrzeug war leicht überladen. Nachdem der Fahrer einen Teil des mitgeführten Frischwassers abgelassen hatte, konnte die Weiterfahrt wieder gestattet werden.
Gut vorbereitete Camper – ein klarer Trend
Die Polizei stellte bei der Kontrolle eine positive Entwicklung fest: Immer mehr Reisende prüfen vor Fahrtantritt das Gewicht ihrer Fahrzeuge, häufig mithilfe öffentlicher Waagen. Diese sorgfältige Vorbereitung werde von den Einsatzkräften ausdrücklich begrüßt, da Überladung und mangelhafte Ladungssicherung zu den häufigsten Unfallrisiken im Caravan‑Verkehr zählen.
Schwerpunkt: Ladungssicherung und Kindersicherheit
Neben Fahrerlaubnis, Zulassung und technischem Zustand lag der Fokus der Kontrolle auf der Ladungssicherung, den zulässigen Achs- und Gesamtgewichten sowie der Sicherung aller Insassen. Unterstützt wurde die Kontrolle durch ein Spezialfahrzeug der Schwerlastgruppe, ausgestattet mit einer mobilen Wiegestation zur präzisen Ermittlung der Achslasten.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Sicherung von Kindern. Der Einsatzleiter mahnte deutlich: „Kinder gehören ordnungsgemäß gesichert auf einen zugelassenen Sitzplatz und nicht unangeschnallt in einen Wohnanhänger.“
Warum Überladung so gefährlich ist
Gerade bei Wohnwagengespannen wird das zulässige Gesamtgewicht schnell erreicht: Eigengewicht, Gepäck, Fahrräder, Reisende und gefüllte Wassertanks summieren sich oft stärker als erwartet. Überladene Fahrzeuge verlängern den Bremsweg, verschlechtern das Fahrverhalten und erhöhen das Unfallrisiko – besonders bei Ausweichmanövern oder starkem Seitenwind.
Die Polizei betonte daher den präventiven Charakter der Maßnahme: Ziel sei es, Fahrer für die Risiken zu sensibilisieren, damit sie sicher an ihrem Urlaubsziel ankommen.
22 Anzeigen wegen verbotswidriger Zufahrt
Einen kleinen „Beifang“ gab es ebenfalls: 22 Fahrzeugführer erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, weil sie verbotswidrig den Wirtschaftsweg vom Sinstorfer Kirchweg nutzten, um über den Rastplatz auf die A7 in Richtung Norden aufzufahren.

