Halloweenkrawall

Harburg - Halloween: Für viele Kinder und Jugendliche ist es ein vergnügliches Fest. Andere nutzen es für Krawall. Am Harburger Ring bewarfen Jugendliche und Heranwachsende Polizisten mit Böllern, später auch mit Eiern und Flaschen. Auch in Wilhelmsburg artete Halloween aus. Die Polizei leitete 20 Verfahren wegen Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung oder Verstoß gegen das Waffengesetz ein. Die Polizei sprach von einer "neuen Qualität" der Gewalt.

Mit Einbruch der Dunkelheit hatten sich die Jugendlichen am Harburger Ring in Höhe des Centrumhauses gesammelt. Schnell wurde die Stimmung aggressiv. Eintreffende Polizisten wurden gezielt mit Feuerwerkskörpern, darunter die berüchtigten und verbotenen Polen-Böller, beworfen.

Weitere Beamte, darunter Bereitschaftspolizei, rückte an. Die Einsatzkräfte räumten den Ring. Flaschen und Eier flogen. In der Neuen Straße zerrten Krawallmacher Absperrelemente der nahen Baustelle auf die Straße und errichteten eine Barrikade.

Am Centrumshaus nahmen Beamte einen jungen Mann fest, der sich als Sträfling kostümiert hatte. Er leistete Widerstand. Erst nach 21 Uhr beruhigte sich die Lage zunächst etwas. Auch in Wilhelmsburg war die Polizei im Einsatz, nachdem es am Lunacenter zu Stein, Flaschen und Böllerwürfen gekommen war.

Die Polizei hatte sich auf Halloween vorbereitet. Bereits seit Jahren wird der Abend genutzt, um in der Harburger Innenstadt Krawall zu machen. Laut Polizei wurden in diesem Jahr vermehrt Flschen und Steine als Wurfgeschosse eingesetzt. "In den vergangenen Jahren waren es Böller, Kartoffeln und Eier", so ein Beamter. "Damals waren auch HVV-Busse das Ziel. Dieses Jahr ging es gegen die Einsatzkräfte." Neu war auch, dass sich eine große Gruppe bildete, aus der heraus Krawall gemacht wurde. In den vergangenen Jahren hatte es die Polizei mehr mit verschiedenen Kleingruppen zu tun. zv

Als Polizeikette gingen die Beamten, hier am Centrumshaus, vor. Foto: André Zand-Vakili