Wahltalrunde

Harburg - Erwartet und geschafft. Metin Hakverdi, Direktkandidat der SPD, hat den Wahlkreis 23 klar für sich entschieden. Sein Ergebnis ist herausragend. 39,3 Prozent der Erststimmen entfielen auf ihn.

Bemerkenswert: Hakverdi steigerte sein Ergebnis nicht nur deutlich, fast auf das Niveau von 2013. Er holte auch das beste Erstimmenergebnis der Direktkandidaten in ganz Hamburg. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten noch 34,8 Prozent der Wähler für ihn votiert.

Uwe Schneider von der CDU holte 16,9 Prozent der Stimmen. Damit liegt er noch vor Manuell Sarrazin von den Grünen, der 15,5 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen konnte. Schneider musste aber aber bei dem Erststimmenergebnis deutliche Verluste von 11,2 Prozentpunkten im Vergleich zur Kandidatin 2017 hinnehmen. In den Bundestag zieht er nicht ein. Kleines Trostpflaster: Er bekam mehr Stimmen für seine Person, als die CDU Zweitstimmen (16,2 Prozent). Etwas mehr als 1000 Wähler, die nicht CDU gewählt hatten, wählten Schneider.

Sarrazin konnte am deutlichsten mit 7,7 Prozentpunkten zulegen und sein Ergebnis damit im Vergleich zur vorangegangenen Bundestagswahl nahezu verdoppeln. Allerdings konnte er Aufwärtstrend seiner Partei im Wahlbezirk 23 nicht voll auskosten. 3664 der 27.885 Wähler der Grünen wählten nicht Sarrazin mit ihrer Erststimme. Gereicht hat es nicht. Es sieht so aus, als haben der Bundestagsabgeordnete sein Mandat verloren.

Weitere Direktkandidaten: Sonja Jacobsen von der FDP bekam 8,5 Prozent der Erststimmern (+3,3 Prozent). Olga Petersen von der AfD 8,2 Prozent (-2,7 Prozent) und Stephan Jersch von den Linken 8,2 Prozent (-4 Prozent). zv