Harburg – Drei lange Jahre war es um Harburgs Ausnahmekünstler Mentor A. Ejupi, besser bekannt als Toro, sehr still gewesen. Nach der Bukowski-Ausstellung im Marktkauf-Center vor drei Jahren war plötzlich Funkstille. Jetzt meldet er sich mit neuen Bildern und einer Ausstellung im Toro-Art-Studio in der Kanzlerstraße 6 zurück.

Grund für die Zwangspause war die Diagnose der Ärzte: Toro war schwer an Krebs erkrankt. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt im UKE und der anschließenden Therapie kämpfte er sich wieder zurück ins Leben. Zur Seite in dieser schweren Zeit standen ihm seine Familie und Freunde.

Toro begann wieder zu malen. Doch während man von früher großformatige Werke aus bunten Ölfarben gewöhnt war, sind es jetzt kleine filigrane Zeichnungen in den verschiedenen Techniken, die zu sehen sind.  „Ich bin froh, zurück zu sein“, sagte Toro am Donnerstag-Abend.

Rund 50 Gäste, darunter viele langjährige Wegbegleiter, wie Handelshof-Chef Jörn Sörensen, waren zur Vernissage der Ausstellung gekommen.
Titel der dreitägigen Ausstellung: Kalon. Das bedeutet auf Albanisch so viel wie „Es geht vorüber!“ Aufmunternde Worte, die Toro in der Vergangenheit so oft gehört hatte. Seine Tochter Alketa hatte die Idee, dieses vielgesprochene Wort zum Titel der Ausstellung zu machen.

100 Zeichnungen sind in seiner neuen Schaffensphase entstanden. 80 Bilder, die meisten davon gerahmt, sind jetzt zu sehen. Allerdings nur an drei Tagen.

Die Ausstellung in der Kanzlerstraße 6, im Obergeschoss des Schüthe-Druckerei-Gebäudes, ist Freitag von 16 bis 19 Uhr, Sonnabend von 12 bis 20 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. (cb)

Die Ausstellung ist drei Tage zu sehen. Foto: Christian Bittcher