Waltershof. Mit einem traditionellen Banddurchschnitt wurde am heutigen Samstag die Fertigstellung der achtstreifigen Erweiterung der A7 im Hamburger Hafen gefeiert.
Zu diesem Anlass vor Ort waren Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes und Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES, die gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen den Abschluss der gut sechsjährigen Bauarbeiten an dem rund 3,8 Kilometer langen Abschnitt der A7, auch bekannt als K20 oder Hochstraße Elbmarsch, feierten.
Die Elbmarsch Hochstraße beginnt südlich des Elbtunnels und endet auf Höhe Hamburg-Altenwerder. Mit rund 3,8 Kilometern ist sie die längste Autobahnbrücke Deutschlands.
Hintergrund:
Die A7 ist für den Nord-Süd-Verkehr im Norden Deutschlands die wichtigste Verkehrsachse und unverzichtbar für die Abwicklung des Transitverkehrs sowie die regionalen, aber auch städtischen Verkehrsströme in Hamburg. Der sechsstreifige Autobahnquerschnitt südlich des Elbtunnels gewährleistete keinen flüssigen Verkehrsablauf mehr für die rund 120.000 Fahrzeuge täglich – davon rund 20 Prozent Schwerverkehr. Zur Anpassung der Leistungsfähigkeit an den Bedarf wurde die Hochstraße Elbmarsch (K20) bis zum im Bau befindlichen Autobahnkreuz mit der A26 auf acht Streifen erweitert.
Die K20 beginnt südlich des Elbtunnels und endet auf Höhe Hamburg-Altenwerder. Mit rund 3,8 Kilometern ist sie die längste Autobahnbrücke Deutschlands. Beim Bau der A 7 in den 1970er Jahren wurde im Bereich der K20 zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen bereits Platz für eine zweite Ausbaustufe gelassen, die jetzt für die Verbreiterung genutzt wurde. Das Bauwerk konnte somit um je einen Fahrstreifen pro Richtung nach innen verbreitert werden, ohne dass in das umliegende Hafengebiet eingegriffen werden musste.
Zusätzlich zur Erweiterung auf acht Fahrtstreifen wurde das komplette Bestandsbauwerk instandgesetzt und dabei mehrere Querträger komplett erneuert. Alle Fahrbahnübergänge und Verkehrszeichenbrücken wurden ausgetauscht, sowie Abdichtung, Asphalt, Kappen und Schutzeinrichtungen erneuert. Fünf neue Klärbecken reinigen jetzt das von der Autobahn kommende Wasser bevor es in die Elbe gelangt.
Der Ausbau war sowohl technisch als auch in verkehrlicher Hinsicht eine Herausforderung: Für eine reibungslose Zufahrt zu Hafen und Elbtunnel waren während der gesamten Bauzeit grundsätzlich drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung nutzbar. Auch die Anschlussstelle Waltershof blieb geöffnet.


