130823KaimauerHarburg – 14,2 Millionen Euro für die dringende Sanierung der maroden Kaimauern im Binnenhafen. Klingt gut. Ist aber Augenwischerei. Denn das Geld wird gestreckt – über 20 lange

Jahre. Das ist Kaimauersanierung im Schneckentempo. 21 Meter pro Jahr sind drin. Ralf-Dieter Fischer (CDU) befürchtet, dass das Projekte im Binnenhafen gefährdet. dieses dürfte auch für den dauerhaften Fortbestand des Beachclubs gelten.

Bis zu 2033 Jahre will sich die Stadt lassen, um die Kaimauern im Binnenhafen Harburg zu sanieren. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Klaus-Peter Hesse (CDU) hervor. 14,32 Millionen Euro stehen nach jetzigen Planungen zur Verfügung, um im Rahmen eines Sanierungsprogramms 1230 Meter marode Kaimauer zu reparieren. Die hat es nötig, stellenweise ist sie unterspült, im Mauerwerk sind Risse.

Die Crux beim Sanierungsprogramm: Das Geld steht nicht sofort zur Verfügung. Rund 250.000 Euro sollen pro Jahr zur Verfügung stehen. Bereits saniert wurde ein Teil der Kaimauer unterhalb der neuen Promenade am Lotsekai, auf der auch der Kulturkran steht.

Die in die Länge gezogene Sanierung bringt auch Hamburgs größten Beachclub in Gefahr, den Veritasbeach. Das Grundstück, auf dem der etwa 5000 Quadratmeter große Beachclub liegt, soll als Baufeld 4D gewinnträchtig von der Finanzbehörde verkauft werden. Bislang haben sich alle hochtrabenden Hotelprojekte für das Areal zerschlagen. Investoren werden weiter gesucht.

Der Veritasbeach hangelt sich deshalb von Saison zu Saison.  Ausweichfläche soll, kommt es zu einem Verkauf, der Bereich am Treidelweg werden. Dort ist aber die Kaimauer in ganzer Länge, es sind über 200 Meter, sanierungsbedürftig. Die Rechenaufgabe ist einfach. Die bislang 270 Meter sanierte Kaimauer haben rund 3,23 Millionen Euro gekostet. Das sind knapp 12.000 Euro pro Meter.

Pro Jahr können bis 2033 mit dem Budget knapp 21 Meter Kaimauer saniert werden. Allein die Sanierung der Kaimauer am Treidelweg nur im Bereich des geplanten Beachclubs dürfte danach mehr als zehn Jahre dauern.

Auch andere Projekte stehen auf der Kippe. Die Brücke über den Lotsekanal soll ab 2014 realisiert werden. Voraussetzung ist aber, dass die Ausschreibung ein „wirtschaftlich vertretbares Ergebnis bringt“.