MarinaSchlosseinselHarburg – Verdächtige Ruhe auf der Harburger Schlossinsel: Auf der Marina-Großbaustelle sind nur noch wenige Arbeiter  zu sehen. Und tatsächlich: Seit vergangenen

Mittwoch haben alle, die im Auftrag des Generalunternehmers, der Alpine Bau Deutschland AG, tätig waren, die Arbeiten eingestellt. Der Baukonzern hatte am Mittwochmorgen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Kurz zuvor hatte auch der österreichische Mutterkonzern mit Passiva in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro die Segel gestrichen.

Wie es jetzt auf der Schlossinsel mit dem Harburger IBA-Vorzeigeprojekt weitergeht, ist noch nicht raus. Antonius Wallschlag, Marinas-Projektleiter bei der Lorenz + Partner GmbH, bestätigte auf Anfrage von harburg aktuell lediglich, dass die Arbeiten ruhen: „Alles Weitere müssen wir prüfen – vor allem juristisch.“

Der Bau der 163 Eigentums- und Mietwohnungen war ohnehin schon in Verzug geraten. Die IBA verbreitet auf ihrer Internet-Präsenz immer noch „Winter 2012/2013“ als Termin für die Fertigstellung. Die Insolvenz schmeißt den Zeitplan völlig über den Haufen, allerdings war das Projekt schon auf der Zielgeraden. Wallschlag: „Ich schätze, wir haben noch rund drei Monate zu tun.“ Immerhin: Das Gebäude „Beach“ ist fertig und zum Großteil auch schon vermietet.

Weitere Projekte der Bauausstellung sind nach Auskunft von IBA-Sprecherin Anna Vietinghoff nicht von der Alpine-Insolvenz betroffen. ag