121116TuTechHarburg - Wenn der Erste und die Zweite gemeinsam einen Termin wahrnehmen und dann auch noch fernab vom Hamburger Rathaus, muss es schon einen besonderen Anlass geben. Bürgermeister Olaf Scholz und

Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt waren nach Harburg gekommen, um 20 Jahre TuTech Innovation GmbH zu feiern.

Es ist ein Zeichen von Bescheidenheit der TuTech-Geschäftsführung, dass nicht nur dieses Ereignis, sondern auch die herausragende Leistung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft eher zurückhaltend kommuniziert wird.

 

Ein bundesweit zu hörender Trommelwirbel wäre durchaus nicht übertrieben. 1992 fand nämlich in der deutschen Universitätslandschaft etwas bis dahin Einzigartiges statt. Erstmals privatisierte eine deutsche Hochschule – nämlich die Technische Universität Hamburg-Harburg – ihren Technologietransfer. Seitdem sorgt die TuTech für Transfer und Vermarktung von Wissen und Ideen, die in der Forschung an der TUHH entstehen. „Die TuTech liefert das, was die Wirtschaft braucht, nämlich Innovationen“, sagt TuTech-Geschäftsführer Dr. Helmut Thamer.

Und was heißt das alles konkret? Nehmen wir die Biotechnologie. Sie gehört zu den Branchen, die das höchste Potenzial zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen haben. So entwickelt sie zum Beispiel Enzyme für Wasch- und Reinigungsmittel – nicht nur um eine bessere Wirkung zu erzielen. Sie reduzieren auch den Verbrauch von Wasser und Energie. In der nachhaltigen Biotechnologie ist die TuTech zusammen mit dem Industrielle Biotechnologie Nord e.V. Initiator wegweisender Leuchtturmprojekte.

Oder die Forschungs-Gemeinschaft KLIMMZUG-NORD. Sie ist Leitprojekt der Metropolregion Hamburg für die Anpassung an den regionalen Klimawandel. Das nächste größere Projekt hat gerade erst Schlagzeilen gemacht: der InnovationsCampus für Grüne Technologien. Er vereint Forschung und Lehre, aber auch Technologietransfer, Industriekooperationen, Förderung von Existenzgründungen und Unternehmensansiedlung. Und das alles in Harburg. ag