120507Marco2Binnenhafen – “Lebendig, urban, trendy”. Rick van Erp und Ingmar Sloothaak klingen wie "verliebte" Investoren. Es ist Harburg, das ihr unternehmerisches Herz gestohlen hat. Die beiden Niederländer wollen im geplanten Neuländer Quarree im Binnenhafen an der Ecke an der die Neuländer Straße in den Veritaskai übergeht, ein Boardinghouse bauen. Zwölf Stockwerke wird es hoch, mit Gastronomie im Erdgeschoss.

 

Es soll das erste von knapp einem dutzend solcher Boardinghouses werden, welches die beiden Unternehmer unter einer neuen Marke in Deutschland betreiben wollen. Warum Harburg?  “Wir haben uns den Ort angeschaut. Wir finden ihn spannend”, sagt Rick van Erp. “Harburg ist organisch gewachsen. Es sind viele kleine lebendige Projekte, die zusammenwachsen. Es ist nicht so durchgeplant wie die Hafencity. Das hat uns sehr gefallen. Und wir haben die Frage mit ja beantwortet, die wir uns iimmer selbst stellen: Würden wir dort wohnen wollen?”

Die Worte dürften Balsam auf die Seele Harburgs sein. Sie offenbaren aber auch: Das viel beschworene Image-Problem ist regional. Rick van Erp und Ingmar Sloothaak sind Investoren, die unvoreingenommen nach Harburg kamen und sich ihr eigenes, ungetrübtes Urteil bildeten.

Der Plan, den beide haben, dürfte den Binnenhafen noch einmal deutlich beleben. “Wir haben mit Marcó City Apartments eine neue Marke aufgemacht, weil wir einen neuen Maßstab in dem Segment setzen wollen”, sagt van Erp. “Bislang sind Boardinghouses halbe Hotels. Das ändern wir.” Geplant sind Zimmer von 40 bis 80 Quadratmeter. Ausgestattet sind sie wie die eigenen vier Wände. Natürlich gehört eine eigene Küche dazu. Der Clou: Das Zimmer erkennt über eine App einen Gast, der schon einmal dort war und stellt sich selbst mit dem Musikangebot der Anlage auf ihn ein. Dazu wird es kleine Bereiche im Gebäude geben, in denen die Bewohner sich treffen können.

Zielgruppen sind Firmenmitarbeiter, die temporär hier an einem Projekt arbeiten und sich mehrere Wochen oder auch Monate hier aufhalten. Im Visier haben die beiden Holländer die TU, große Unternehmen wie Airbus, aber auch Mittelständler. Das Konzept kommt an. “Wir haben bereits Anfragen, ohne überhaupt über die üblichen Wegen an potenzielle Kunden herangegangen zu sein”, sagt van Erp. “Eigentlich haben wir schon jetzt eine 10prozentige Auslastung.” zv

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