120425DBLHarburg – Die Deutsche Bank an der Rathausstraße Ecke Bremer Straße kennt eigentlich jeder Harburger. Das wuchtige Gebäude aus der Kaiserzeit ist einer der wenigen Bauten in der Harburger Innenstadt, das die Bombennächte

des Zweiten Weltkriegs und den Abrisswahn der Nachkriegszeit überstanden haben. 100 Jahre ist das Haus alt. Die Deutsche Bank feierte jetzt offiziell das Jubiläum.

Gut 300 Gäste waren ins Privathotel Lindtner zum Jubiläum geladen worden. Dort ging es um die Zukunft. Prof. Dr. Norbert Walter, der bis Ende 2009 Chefvolkswirt der Banken-Gruppe war, blickte ein bisschen in die Zukunft und erklärte launig und verständlich, wie sich die Welt verändert, warum er eine Frauenquote sinnvoll findet und die Griechen retten will oder wie sich IT-Technik und Gesundheitswesen auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ändern sollten.

Nebenbei konnten die Gäste noch 100 Jahre zurück blicken. In einem Flyer und auf Bildern lebte das alte Harburg rund um die Filiale auf, in der heute noch die historische Schließfach- oder Tresoranlage ist. 1909 kaufte Hannoversche Bank das Grundstück, auf dem bis dahin die Gaststätte Schwarzes Ross war. 180.000 Mark ließen sich das die Banker kosten, um in dem als Industriestandort florierenden Harburg mit seinen damals rund 67.000 Einwohnern ein Bein an die Erde zu kriegen. Im Dezember 1911 wurde die Bank eröffnet, 495.000 Mark kostete der Bau. 1920 übernahm die Deutsche Bank die Hannoversche Bank und damit auch die Filiale.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bank 1948 unter dem Namen Norddeutsche Bank Harburg wieder eröffnet. 1957 bekam sie den Namen Deutsche Bank zurück. Heute werden über die Filiale rund 24.500 Kunden betreut. Das Geschäftsvolumen liegt bei 619 Millionen Euro. zv

 

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