120423KesselMoorburg - Da freut man sich mächtig bei Vattenfall. Der Kessel des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks ist vom TÜV abgenommen worden. Als Beleg wurde der Kessel "gestempel". Der Kessel hat jetzt seine TÜV-Plakette. Vorher

war der Druck im Kessel auf etwa das doppelte des späteren Betriebsdrucks erhöht worden. So wird die Festigkeit und die Undurchlässigkeit des Material geprüft.

Das hatte in der letzten Zeit für Ärger gesorgt. Der sogenannte T24 Stahl war nicht das Gelbe vom Ei gewesen und nicht ganz dicht. Grund waren Verarbeitungs- und Qualitätsmängel. Der teilwiese Austausch des Stahls und die Überarbeitung des technischen Designs hatten für erhebliche Zeitverzögerung gesorgt.

Wir sind sehr froh, dass es nach den Schwierigkeiten im vergangenen Jahr und den Verzögerungen im Baufortschritt nun mit großen Schritten weiter vorangeht“ sagte Arnoud Kamerbeek, Leiter der thermischen Kraftwerksneubausparte bei Vattenfall. „Das Kraftwerk Moorburg ist ein wichtiger Eckpfeiler der Netzstabilität und Stromversorgung in Norddeutschland und ein zentrales Projekt für Vattenfall in Deutschland. Die Druckprobe ist der erste Schritt auf dem Weg, dieses Kraftwerk in Betrieb zu nehmen.“

Block B des Kraftwerkes Moorburg soll nach jetzigem Planungsstand Anfang 2014 in den Dauerbetrieb gehen, Block A Mitte desselben Jahres. Insgesamt verfügt das Steinkohlekraftwerk über eine Leistung von 1.640 Megawatt. zv