120107MuslimMarktHarburg – Ist ein „Ninja Niqab“ gefällig, ein Kleidungsstück für den Kopf, der nur einen schmalen Schlitz für die Augen lässt, oder darf es der Tscharchaf – Khimar mit Rock als zweiteiliges Set sein. Am Krummholzberg wird es

vermutlich demnächst diese Sachen zu kaufen geben. Das „Firdaus-Center“ soll in den Räumen der ehemaligen Gaststätte „Schamata“ entstehen.

Die Läden, die dort für eine Miete von nicht einmal 7 Euro ihre Türen öffnen richten sich an ein spezielles Publikum: An Muslime, insbesondere die „wirklich Gläubigen“, die als Mu`min bezeichnet werden. Initiator ist der in Eißendorf lebende Unternehmer Noura A., der bereits im Internet einen Shop für diese Zielgruppe betreibt.

Sein neustes Projekt, mit der Eigenwerbung „das erste Islamische Center in Hamburg“, dürfte nicht nur auf Zuspruch stoßen. Als Mieter sind „islamische Unternehmen“ gesucht. Das grenzt bereits die Masse der Bevölkerung aus. Darüber hinaus befürchten Kritiker, dass das Image Harburgs weiter sinkt.

„Es ist nicht die Art von Geschäft, die ich mir in Hinblick auf den Branchenmix gewünscht hätte“, sagt Citymanager Matthias Heckmann diplomatisch. „Schöner wären ein Sportgeschäft oder ein anderer Laden gewesen. Die jetzt geplante Ausrichtung dürfte den durchschnittlichen Kunden, den wir nach Harburg holen wollen, weniger ansprechen.“

 

„So ein Geschäft ist natürlich ein Bärendienst für die Integration“, sagt Ralf-Dieter Fischer, Kreischef der CDU. Darüber hinaus müsse man prüfen, ob die Vergabe von Mieteinheiten nach Religionsgesichtspunkten rechtlich zulässig sei. zv