KarstadtHarburg – Die Pläne lagen bereits bereit. Für den Fall, dass Karstadt in Harburg hätte dicht machen müssen, gab es bereits Vorkehrungen. Die Politik und Verwaltung hätten versucht das Gebäude am Schloßmühlendamm in ein kleines Shopping-Center zu verwandeln. Die Chance auf eine schnelle, erfolgreiche Realisierung wären gering gewesen. „Eine Schließung von Karstadt wäre für Harburg eine Katastrophe gewesen“, mein Citymanager Matthias Heckmann. Nach der Unterschrift für die Karstadt-Rettung können die Pläne für den City-Supergau wieder in der Schublade verschwinden.
„Es gab einen Masterplan“ hieß es aus dem Rathaus für den Fall, dass die Karstadt-Rettung nicht geklappt hätte. Denn dann hätte eine riesige „Ruine“ mitten in Harburg gestanden. Umliegende Bereiche hätten mit massiven Einbußen rechnen müssen. Karstadt ist nicht nur das letzte klassische Kaufhaus südlich der Elbe, es ist auch ein Kundenmagnet. Architektonisch ist es dagegen kein Knaller. Einen neuen Mieter hätte man nur schwer gefunden. Die Aufsplittung in Läden, die im Erdgeschoss nach außen liegen, hätte zusätzliche Investitionen erfordert. Das hätte der Bereitschaft des Besitzers bedurft. Mindestens fünf Jahre, so glauben Experten, hätte es gedauert die Pläne umzusetzen. Wie das der umliegende Einzelhandel verkraftet hätte, mag man sich nicht ausmalen. Auch ein längerer großflächiger Leerstand, wie im Harburg Center am Ring, wäre denkbar gewesen. zv