Banner
Umbau der größten Ruine der Stadt zum Energiebunker beginnt
Freitag, den 03. September 2010 um 11:24 Uhr

100903Bunker2Wilhelmsburg - Es ist ein besonders ambtioniertes IBA-Projekt. Der Flakturm an der Neuhöfer Straße soll als "Energiebunker" Teile des Stadtteils versorgen. Am Sonnabend informiert die "Geschichtswerkstatt-Wilhelmsburg"

über den Bunker, in welchem im Zweiten Weltkrieg bis zu 30.000 Menschen Schutz bei Bombenangriffen gesucht haben sollen. Ab 18 Uhr gibt es ein vielfältiges Programm um den "Klotz im Park", darunter auch eine Bildprojektion.

Wenn der Bunker fertig ist, soll in etwa 40 Metern Höhe auf einem der Flaktürme einmal ein Dokumentationszentrum stehen. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Laut IBA soll der "Energiebunker" rechtzeitig 2013 fertig sein. Im Januar wird mit dem Ausräumen begonnen denn im Inneren ist der Bunker zerstört. 1947 hatten dort britische Soldaten eine Sprengung durchgeführt, um ihn zu "entfestigen". Mehrere Etagen sind eingestürzt. Seitdem hatte sich niemand an den Bunker heran gewagt. Abriss oder Umbau, beides war viel zu teuer und so wurde der Bunker zur größten Ruine der Stadt.

Einen Investor hatte die IBA länger gesucht und letztendlich auch gefunden. Das erst 2009 gegründete Unternehmen Hamburg Energie, eine 100prozentige Tochter von Hamburg Wasser, soll den Bunker betreiben und Energie aus einem rund 3500 Quadratmetergroßen Solarzellenfeld gewinnen. Hiermit sollen zunächst die angrenzenden knapp 900 SAGA-Wohnungen mit Warmwasser und etwas Strom versorgt werden. Das Unternehmen, welches voll auf Ökö-Strom setzt, hatte im Juni gerade mal 10.000 Kunden gewinnen können. Hamburg Energie will die Energieanlage selbst finanzieren. Dazu gehört auch der geplante große Wasserspeicher im Inneren des Bunkers, welcher mittlerweile von der Größe her abgespeckt wurde. Für die Herrichtung des Bunkers muss der Steuerzahler aufkommen. Neben der Beseitigung der Trümmer müssen auch die vier Stützpfeiler, die bei der Sprengung schwer beschädigt wurden, erneuert werden. Zur Zeit herrscht in weiten Teilen des Bunkers Einsturzgefahr.

Damit das prestigeträchtige Projekt "Energiebunker" realisiert werden kann, muss man tief in die Tasche greifen. Ursprünglich waren fünf Millionen Euro allein für die "Grundinstandsetzung" veranschlagt worden. Noch in diesem Jahr ist Baubeginn. dl

 
 

Kommentare  

 
#1 Rolf73 2010-09-04 10:12
Staatliches Projekt findet staatlichen Stromanbieter als Betreiber und Investor. Wirtschaftlich arbeitende Unternehmen scheinen abgewunken zu haben. Geld dürfte genug da sein. Steuergeld.
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Wir behalten uns vor Kommentare zu kürzen bzw ggf auch nicht zu veröffentlichen, wenn diese als unangemessen eingestuft werden.
Kommentare müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen, sie sollten sich aber im Rahmen einer gepflegten Diskussion bewegen. Dies ist keine Plattform für unsachliche oder persönliche Beleidigungen.


Sicherheitscode
Aktualisieren





00Lotto2012
Lotto King Karl im Rieckhof in Harburg
08.02    Bodhrán Session
The Old Dubliner
08.02    KAY RAY - Haarscharf
Rieckhof
09.02    Gesprächskreis "Dialog in Deutsch"
Bücherhalle Wilhelmsburg
09.02    Dias Danzig / Masuren
Rieckhof
09.02    Vorkonzert zum Abonnementskonzert IV der Hamburger Camerata
Bürgerhaus Wilhelmsburg
09.02    Dias Griechrnland
Rieckhof

Service
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

 

Banner
Banner

Banner
Banner

Banner


Waltershof: Rauchpilz über dem Burchardkai
Harburg: Hilflos durch über 3 Promille
Wilhelmsburg: Chantal auf Kirchdorfer Friedhof beigesetzt
Kundenzentren: Geänderte Sprechzeiten in Harburg und Süderelbe
Marmstorf: SV Grün-Weiss lädt zum Kinderfasching

Nachrichten als Newsfeed

Alle News als RSS Feed
harburg-aktuell
Job Angebote