Wirtschaftsverein

Harburg - Der Wirtschaftsverein ist der Klebstoff, der die Akteure im Hamburger Süden zusammenhält. Das ist seit 1947 so und wird auch in

Zukunft so bleiben. Auch nach dem Wechsel im Vorstand des Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden bleibt der Wirtschaftsverein mit seinen 270 Mitgliedsunternehmen das Netzwerk und das Bindeglied zwischen allen möglichen Akteuren. Wie berichtet löst der 47-jährige Arnold G. Mergell nach fast 30 Jahren Jochen Winand als Vorstandsvorsitzenden ab. Mergell leitet als Geschäftsführender Gesellschafter die Hobum Oleochemicals im Binnenhafen.

"Ich betone, dass es bei mir keine 27 Jahre als Vorstandsvorsitzender werden. Wir treten als Vorstands-Team auf. Jochen Winand ist nicht zu ersetzen", sagte Arnold Mergell am Montag bei einem Pressegespräch. "Es war uns wichtig, das Jochen Winand dem Wirtschaftsverein eng verbunden bleibt. Als Vorsitzender des Beirats steht er nicht mehr in der ersten Reihe, aber er bleibt dabei und steht uns mit seinem Wissensfundus zur Seite. Es ist kein Abschied, sondern eine Neubesetzung, die auch für Kontinuität steht."

"Wir müssen auch in Zukunft Angebote für die Mitglieder schaffen, um attraktiv zu bleiben. Auch die Mitglieder investieren hier ihre Zeit",
sagte Mergell. Vor allem bei der Mitarbeit in den Arbeitsgruppen der neuesten Harburg Vision 4.0 mit den fünf Schwerpunkten Digitalisierung, Innovation, Nachwuchscampus, Urbane Mitte sowie Verkehr und Mobilität, bringen sich immer mehr Mitglieder des Wirtschaftsvereins ein. Mergell: "Die Mitarbeit in diesem Netzwerk kann gegenseitig befruchten, da man auch mal über den Tellerrand der eigenen Branche und des eigenen Unternehmens hinausblickt. Es macht Sinn, sich persönlich auszutauschen. Und dieses Angebot wird gut angenommen."

Mergell hat die Vision, das in Zukunft junge Start-up-Unternehmen der Technischen Universität verstärkt mit alteingesessenen Harburger Unternehmen zusammenarbeiten, um neue Dinge zu entwickeln. "Die TUHH muss aber in Zukunft besser finanziell ausgestattet werden", lautet Mergels Forderung, denn: "Andere Städte und Bundesländer fördern diese Zentren mit sehr viel Geld. Da dürfen wir nicht den Anschluss verlieren. Die TU ist ein essentieller Bestandteil von Harburg, über den wir froh sein dürfen."

Ein weiteres großes Thema wird in Zukunft auch das Flächenmanagement in Harburg sein: "Wohnungsbau ist zwar wichtig, aber auch die Industrie- und Gewerbe-Betriebe brauchen ihren Platz", sagte Jochen Winand. Auch der Bau der Autobahn 26 und damit eine Entlastung der B73 bleiben ebenso wie die Verkehrsprobleme, Baustellenmanagement und die Attraktivitäts-Steigerung Harburgs im Freizeitbereich spannende Themen für die Zukunft.

Ab sofort erhält Uta Rade Unterstützung: Eliane Aspiazu de la Vega wird die Geschäftsführerin des Wirtschaftsvereins bei der Arbeit in der Geschäftsstelle bei der Organisation von Events und der Pressearbeit unterstützen.

Außerdem wird der Wirtschaftsverein in Kürze umziehen: Uta Rade und ihr Team werden von der Hermann-Maul-Straße in die Konsul-Ritter-Straße 10 ziehen: Dort wird derzeit das Bürogebäude am Ur-Standort der Hobum umgebaut und renoviert. Wenn alles fertig ist, wird auch die Hobum mit seinem Verwaltungsgebäude von der Seehafenstraße in die Konsul-Ritter-Straße umziehen.  (cb)

Der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden zieht bald in die Konsul-Ritter-Straße 10: Dort wird derzeit das Bürogebäude am Ur-Standort der Hobum umgebaut. Foto: Chrisitan Bittcher