100609FlaechenplanBinnenhafen - 200 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände zwischen Schellerdamm und Östlichen Bahnhofskanal, sowie einer Fläche an der Hannoverschen Straße

verbaut werden. Unter dem Namen "Harburger Brücken - Ein Areal, das verbindet", vermarktet die aurelis Real Estate das neun Hektar große Gelände. Investoren stehen verschieden große Fläche zur Bebauung zur Verfügung. Vorher waren jede Menge Probleme gelöst worden. Besonders wichtig: Die 110 KV-Leitung, die über Hochspannungsmasten verläuft, verschwindet in der Erde. Allein dafür stellt aurelis einen Millionenbetrag bereit. "Insgesamt werden rund zwölf Millionen Euro in die Erschließung des Areals fließen", sagt Harald Hempen, aurelis-Chef Nord. Geplant ist eine Bebauung, die "wohnen, leben und arbeiten" verbindet. So sind mindestens 200 Wohnungen vorgesehen. Daneben soll es auch Ladengeschäfte für die Nahversorgung geben.
Damit das Projekt jetzt in die Realisierungsphase gehen kann, war vorher eine Einigung mit der Stadt nötig. Die hatte bereits vor zehn Jahren mit der Bahn, der das Gelände gehörte, einen Vertrag geschlossen, der so viel Anforderungen an Investoren stellte, dass sich niemand fand, der bereit war Geld in das Projekt zu stecken. Jetzt wurde auf die Ausbaggerung des Kanals, den Bau einer Fußgängerbrücke oder auch Infrastrukturmaßnahmen, die nicht einmal im Areal lagen, verzichtet. Hempen geht davon aus, dass bis 2012 die "wichtigen Eckpunkte der Vermarktung gesetzt sind".
Frank Lorenz, der schon das Parkhaus für das zukünftige Quartier baute, will auch in zukunft mitmischen. Unter anderem will er eine Wärmeversorgung aufbauen, die in einer Erweiterung des Parkhauses integriert wird und die "hoch ökologisch aber auch hoch wirtschaftlich ist". zv