100531BIDHarburg - Apotheker Peter Weber, Mitinitiator des BID ist zufrieden. "Es hat sich gelohnt", sagt er zu dem Projekt, dass jetzt genau ein Jahr alt ist. "Die Lüneburger Straße hat ein neues Gesicht bekommen." Dabei ist man noch am Anfang. Denn bis jetzt wurde "kosmetisch" gearbeitet. Beete wurden angelegt. Die Fußgängerzone macht ein sauberen Eindruck und es wurde viel für die Vernetzung mit Behörden Politik, Vereinen und anderen Institutionen getan. Doch nach der Pflicht kommt jetzt die Kür. Der Branchenmix muss verbessert werden, damit die Einkaufsstraße in Harburg wieder ein "Oberzentrum" wird, das auch von Kunden aus dem Umland frequentiert wird. "Etwa 50 Prozent der Läden sind nicht richtig besetzt", sagt Margrit Bonacker vom BID. Aber es gibt Hoffnungsfunken am Horizont. Die Verkaufsfläche, in der ehemals Quelle und davor Sander waren, soll bald einen neuen Mieter bekommen. Auch für andere Objekte gibt es Interessenten. "Wir werden noch in diesem Jahr das eine oder andere realisieren", verspricht Bonacker. Im kommenden Jahr sollen dann als Mieter die "Leuchttürme" kommen, die die alternde Lady Lüneburger Straße wieder sexy und anziehend machen.
Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg ist ebenfalls zufrieden. "Durch den BID haben wir jetzt einen direkten Ansprechpartner für die Behörde." Dann die gute Nachricht in finanziell sehr klammen Zeiten. "Das BID ist durchfinanziert. Die Stadt steht zu ihren Zusagen", so Meinberg. Man müsse sich angesichts der noch zu lösenden Probleme aber schon jetzt Gedanken über eine Verlängerung des BID machen. In zwei Jahren läuft das Projekt sonst aus. Dabei kommen danach nach Ansicht Meinbergs noch große Chancen auf Harburg zu. IBA und igs sollen Kunden nach Harburg bringen. "Die meisten Besucher werden aus dem Süden kommen", sagt Meinberg. Harburg ist dann der Endbahnhof. Hier gilt es die Gäste nicht einfach weiter ziehen zu lassen. Harburg, so Meinbergs Vision, soll die Innenstadt der IBA und igs werden. zv