160628StelljesHarburg – Die Beratungsstelle der Kripo ist in Zeiten von hohen Einbruchszahlen besonders gefragt. Wer bei der Dienststelle in der Hamburger Innenstadt einen Termin hat, wird

auf ein besonders innovatives Produkt aus Harburg treffen. Am „Haus im Haus“, einem Mustergebäude im Gebäude an der Caffamacherreihe, hängt sozusagen als Schmuckstück eine im Binnenhafen von Optonaval entwickelte Sicherheitsleuchte. Eigentlich ist die Firma, die mit High-End-LED arbeitet, ein Spezialist für Landehilfen für Hubschrauber auf Mega-Yachten oder Marineschiffen. Die Leuchte entwickelt, nachdem es entsprechende Kundenanfragen gab. Herausgekommen ist ein Design-Stück, voll mit modernster Technik, das im Alltag eine Lampe zur Außenbeleuchtung und im Ernstfall eine Alarmanlage, sowie ein Aufzeichnungs- und Verscheuchungsgerät ist. Dazu sind eine hoch auflösende Videokamera, ein Thermalsensor, der als Bewegungsmelder fungiert und Bewegungen von Menschen erkennt, ohne bei schwankenden Ästen auszulösen, und ein Stroboskopblitz eingebaut, der so grelles LED-Licht verbreitet, dass ein Einbrecher unangenehm geblendet wird. Die Bilder aus der KAmera werden direkt auf ein Smartphone oder an eine Wachzentrale geschickt.

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Direkt am "Haus im Haus", hier bei einem simulierten Einbruch, hängt bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle die Sicherheitsleuchte aus Harburg. Fotos: zv

Die Leuchte selbst besteht aus verschiedenen Modulen. „So kann sie beispielsweise mit einzelnen Komponenten nachgerüstet werden, wenn es neue, bessere Technik gibt oder man einen Teil nachrüsten möchte“, sagt Geschäftsführer Peter Stelljes. Ein weiterer Clou ist laut Stelljes, dass sie schnell und ohne großen Aufwand angeschlossen werden kann. „Sie braucht nur Strom. Die Daten aus der Kamera werden über das Stromnetz im Haus geleitet. So kann sie einfach an Stellen montiert werden, wo sonst eine normale Lampe war, ohne das neue Kabel gezogen werden müssen.“ Dazu kann man mehrere Kameras zusammenschalten.

Die Lampe fand ihren Weg in die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, nachdem die neben der klassischen Sicherheitstechnik wie Riegel, Gitter oder Schlösser, auch hochtechnische Lösungen in ihr Portfolio aufgenommen hat. Die Erweiterung wurde am Dienstag von Polizei-Vizepräsident Wolfgang Brand der Öffentlichkeit vorgestellt. Brand verwies darauf, dass technische Überwachung ein Zusatz zur Sicherung des Eigentums ist. Auf gute klassische Lösungen sollte man nicht verzichten. Sonst kann man über die Überwachungskamera live mit ansehen, wie sein Haus oder seine Wohnung geplündert werden.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle an der Caffamacherreihe 4 ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Beratungstermine sind kostenlos. sie sind nach Vereinbarung unter der Telöefonnummer 4286-70777 zu bekommen. zv