160204GewerbegebietHausbruch – Hamburgs Kultbiere Astra und Holsten werden demnächst in Hausbruch gebraut. Das zeichnet sich ab, seit sich die Carlsberg-Brauerei

entschlossen hat, ihre Brauerei in Altona aufzugeben, das Werksgelände zu versilbern und vom Erlös eine kleinere Brauerei am Heykenaukamp in Nachbarschaft zur Beiersdorf-Produktionsstätte Hausbruch (Foto) zu bauen. Dr. Alexandra Schubert, Abteilungsleiterin Wirtschaftsförderung in der Hamburger Wirtschaftsbehörde hat der Harburger Kommunalpolitik jetzt im Fachausschuss Wirtschaft Details des Deals vorgestellt.

Der Biermarkt in Deutschland schrumpfe, daran könnten auch Fußball-Weltmeisterschaften oder besonders heiße Sommer nicht mehr ändern. Darauf müsse die dänische Carlsberg A/S, immerhin der viertgrößte Brauerei-Konzern der Welt und in Deutschland mit den Marken Holsten, Astra, Duckstein, Lübzer und Hannen Alt am Markt, reagieren. Man sei sich auch schnell klar gewesen, dass die Brauerei in Altona überdimensioniert sei und man gut auf sie verzichten könne. Schubert: „Doch man war sich auch darüber im Klaren, dass es bei den Hamburger Traditionsmarken Astra und Holsten einen riesigen Absatzeinbruch geben würde, wenn man sie irgendwo außerhalb brauen würde.“

Also machte sich Carlsberg gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung auf die Suche nach geeigneten Flächen innerhalb Hamburgs. Das Wunschareal sollte kleiner als das Werksgelände in Altona sein, möglichst nicht in oder neben einem Wohngebiet liegen und gute Verkehrsverbindungen aufweisen. Schubert: „Wir haben wohl gut 25 Flächen unter die Lupe genommen und uns schließlich für die Fläche am Heykenaukamp entschieden.“

Wann geht’s los? Schubert: „Noch muss einiges geklärt werden.“ ag

Veröffentlicht 22. März 2016