150823Rad1Harburg - "Alles läuft super", jubelte Michael Pahlke, als er am Sonntag für harburg-aktuell einen kurzen Fotostopp in der Harburger City einlegte. Obwohl der 53-Jährige zu

diesem Zeitpunkt bereits rund 80 Kilometer in den Beinen hatte, wirkte er noch sehr frisch. Pahlke ist Vorsitzender der Harburger Marine-Kameradschaft und nimmt bereits seit 15 Jahren an den Vattenfall Cyclassics teil.

Auch bei der 20. Auflage war er auf der 106-Kilometer-Strecke dabei - und war damit einer von mehr als 20.000 Jedermännern die am Sonntag bei der Jubiläumsausgabe des Radrennens in die Pedale traten.

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In rasendem Tempo biegen die Sportler auf den Harburger Ring ein. Foto: cb

Auch viele Harburger Sportler lassen sich dieses Spektakel nicht entgehen und sind dabei: Unternehmen, wie etwa die Rechtsanwälte Schlarmann von Geyso oder das Fahrrad Center Harburg gehen nach mehrmonatigen Vorbereitungen sogar in Mannschaftsstärke an den Start.

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Karl-Heinz Knabenreich und Luisa Schneider mit den Fundstücken. Foto: cb

In diesem Jahr fuhren die Profis wie berichtet nicht durch Harburg Stadt und Land. Trotzdem säumten viele Fans und Schaulustige die Straßen in der Harburger City. Auf den von Polizei und Feuerwehr mustergültig abgesperrten Straßen rasten die Hobby-Fahrer auf ihren schnellen Rädern auf dem Rückweg aus dem Harburger Landkreis in Richtung Innenstadt. Über die Winsener- und Wilstorfer Straße ging es über den Harburger Ring zur Seehafenbrücke und dann über die Moorburger Straße wieder zurück zur Köhlbrandbrücke.

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Diese Familie feuerte ihren "Papa" am Harburger Ring an. Foto: cb

Voll durchgeschüttelt wurden die Radsportler auf den beiden Kopfsteinplaster-Abschnitten des Harburger Rings. Wie jedes Jahr fielen auf den Passagen vor dem Panorama-Hotel und Karstadt wieder unzählige Trinkflaschen aus den Halterungen hinaus. Zudem verloren die Sportler an diesen beiden Stellen auch wieder Flickzeug, Reparatur-Sets, Pocket-Kameras und auch Handys landeten auf dem Pflaster. Karl-Heinz-Knabenreich und die zehnjährige Luisa Schneider sammelten die Gegenstände vor dem Panorama-Hotel ein, bevor jemand darüber stürzte. Luisa war schon letztes Jahr eine eifrige Sammlerin. "In den Handys stehen oft Namen der Besitzer", weiß sie. Die Sachen werden abgegeben, damit sie die Eigentümer wieder zurück bekommen.

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Die Jedermänner auf dem Harburger Ring. Foto: zv

Besonders gute Stimmung herrschte am Harburger Ring, als das Feld nach rechts in die Straße Zur Seehafenbrücke abbog: Im Bereich dieser Kurve bildeten die Fans an den Absperrgittern eine tolle Kulisse und feuerten die Sportler gebührend an. Für die Extra-Portion gute Laune sorgte der Spielmannszug der Turnerschaft Harburg, der die Fahrer mit seinen flotten Rhythmen beflügelte.

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Zuschauer am Harburger Ring. Foto: zv

Auch Michael Pahlke gehörte zu den glücklichen Finishern, die ohne Probleme das Ziel am Hamburger Jungfernstieg erreichten. Mit seiner Zeit von 3 Stunden und 32 Minuten für die 106 Kilometer war er sehr zufrieden. "Besonders beeindruckend war es, die Köhlbrandbrücke zwei Mal zu überqueren", sagte Pahlke, für den schon jetzt feststeht: "Auch im nächsten Jahr bin ich wieder dabei."  (cb)