150517UnfrageWilhelmsburg - Wie zufrieden sind die Wilhelmsburger mit der Gesundheitsversorgung im Stadtteil? Wo besteht der größte Bedarf? Welche Erfahrungen wurden mit dem

Krankenhaus gemacht? Groß-Sand will es wissen – und fragt einfach direkt nach.

Insgesamt 261 Interviews haben die Klinik-Mitarbeiter mit Bewohnern der Elbinsel in den letzten 14 Tagen geführt – die meisten auf den Wochenmärkten am Berta-Kröger-Platz und Stübenplatz. Ob Therapieleiter, Küchenchef, Pflegeberaterin oder auch zwei Ärzte – die Befragung wurde im wahrsten Sinne des Wortes in interdisziplinärer Zusammenarbeit ermöglicht. Auch Dr. Alexander Krueger, Sektionsleiter der Orthopädie und Endoprothetik, tauschte am vergangenen Dienstag Skalpell gegen Klemmbrett und Kugelschreiber und interviewte Passanten auf dem Marktplatz. „Der persönliche Kontakt zur Bevölkerung ist uns wichtig – ein Stadtteil-Krankenhaus ist eben mehr als nur irgendein Haus im Stadtteil“, so der Gelenk-Spezialist. „Wir sind auf die Meinung und die Erfahrungen der Wilhelmsburger angewiesen – auch um zu sehen, wo wir uns verbessern können.“

Nach großer Resonanz auf die erste Runde der Befragung plant Groß-Sand bereits die nächsten außer-Haus-Termine. Denn auch wenn die detaillierte Auswertung noch bevorsteht, sind interessante Teil-Ergebnisse auf den ersten Blick erkennbar. Auffällig ist etwa, dass viele Befragte eine Röntgenpraxis im Stadtteil vermissen und beklagen, für radiologische Untersuchungen nach Harburg oder weiter fahren zu müssen. „Hier können wir gleich auf die anstehende Eröffnung unseres Neubaus am 3. Juli hinweisen“, so Geschäftsführer Dr. Jens Göring. Einziehen wird hier – neben Arztpraxen unterschiedlicher Fachrichtungen – eine moderne Radiologie, die zukünftig auch die ambulante radiologische Diagnostik für Wilhelmsburg sicherstellen soll. zv

Veröffentlicht 17. Mai 2015