150505Zoran1Harburg - Das war's mit dem tollen Frühsommertag: Tief Zoran erwischte am Dienstagnachmittag den Hamburger Süden mit Starkregen, heftigen Gewittern und

Orkanböen. Feuerwehr und Polizei waren durch die Folgen des Tropengewitters im Dauereinsatz. In drei Etappen war das Sturmtief von Südwesten über Hamburg gezogen. An der Großen Elbstraße in Hamburg kam ein Mann ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Im Bezirk Harburg erwischte es den Bereich Neugraben-Fischbek und Hausbruch besonders heftig.

Gegen 17 Uhr ging es los: Plötzlich zogen dunkle Wolken auf und der Starkregen setzte ein. Nach wenigen Minuten waren die Siele an den Straßen mit den Wassermassen überlastet und liefen über. Straßen verwandelten sich in Sturzbäche. Besonders schlimm war es auf dem Ehestorfer Heuweg. Autos kamen nur noch im Schrittempo voran. Der Scheideholzweg musste wegen Überflutung gesperrt werden. Erst als die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen verstopften Gullydeckel öffnete, konnte das Wasser wieder abfließen.

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Feuerwehrleute öffenen am Scheideholzweg einen Gullydeckel. Foto: cb


Besonders gefordert waren zunächst die Einsatzkräfte der Freiwiligen Feuerwehren Neugraben, Fischbek und Hausbruch. An der Scharpenbargshöhe stürzte ein Baum auf ein Hausdach. An der Cuxhavener Straße riss der Sturm das Dach einer Gartenlaube ab. Am Talweg war die Feuerwehr im Einsatz weil Bäume umzustürzen drohten. Auf der Straße Kiesbarg fiel ein Baum auf einen weißen Mitsubishi und beschädigte das Fahrzeug schwer. Das Dach wurde eingedrückt und die Winschutzscheibe ging zu Bruch. Am Rehstieg knickten gleich zwei Bäume in Höhe der Bushaltestelle um. Einer begrub zwei Autos unter sich, der andere fiel auf den Gehweg. Am Neugrabener Bahnhof lief Wasser in einen Keller. Auch an der Maldfeldstraße war die Feuerwehr im Einsatz um Bäume zu beseitigen. Auch im Raum Wilhelmsburg war die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume im Einsatz.

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Am Rehrstieg begrub dieser Baum einen VW Polo unter sich. Foto: cb


 

Um 17.15 Uhr rief die Einsatzzentrale der Feuerwehr wegen der vielen Einsätze den "Ausnahmezustand" aus. Wehren aus dem Bezirk Harburg wurden in ganz Hamburg eingesetzt. Die FF Harburg wurde in die Schädlerstraße in Wandsbek alarmiert. Dort fielen vom Sturm gelockerte Ziegel von einem Dach auf die Straße. Die FF Sinstorf rückte zur Amtsstraße in Rahlstedt aus. Dort drohte ein großer Baum umzustürzen.

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Auf dem Ehestorfer Heuweg sorgten die Wassermassen für Behinderungen. Foto: cb


 "Wir wurden in den ersten einenhalb Stunden zu 300 von insgesamt 566 wetterbedingten Einsätzen gerufen", sagt Feuerwehrsprecher Thorsten Grams. Hamburgweit lagr der Schwerpunkt im Nordosten. Das war auch der grund, warum Wehren aus dem Raum Harburg im Norden der stadt eingesetzt wurden. Gegen 22 Uhr beruhigte sich die Lage wieder. cb/zv