100228schlagloch1Harburg – Die Autofahrer werden sich an die Schlaglöcher gewöhnen müssen. Während die Bezirke noch mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) über die Höhe der Reparaturkosten streiten, ist für Experten bereits klar: Die Schlaglöcher werden so schnell nicht zu reparieren sein. Schon interne Planungen sehen vor, dass erst im November die Schlaglochflickerei beendet sein soll. Doch selbst das sei viel zu kurz, hieß es aus dem Bezirksamt. „Allein die Planungen und Vorbereitungen werden viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagt ein Behördenmitarbeiter. „Vor dem Sommer tut sich nicht viel.“ Ob dann die Straßen zügig saniert werden können, steht in den Sternen. Die Witterung muss mitmachen. Viel Regen würde die Arbeiten verzögern.
Zunächst sollen ohnehin nur einige wenige Straßen saniert werden. „Wir sollen bis zum Freitag 20 Straßen, zehn Haupt- und genauso viel Bezirksstraßen an die BSU melden“, sagt Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg. Damit würde man die Selektion auf die Bezirks abwälzen. „Wir machen das nicht mit“, so Meinberg. „Wir werden deutlich mehr Straßen melden.“
Auch die Flickerei mit Kaltasphalt ist erst einmal vorbei. Rund 26 Tonnen sind im Bezirk bereits in Schlaglöchern verfüllt worden. Im gesamten Vorjahr waren 50 Tonnen Kaltasphalt gebraucht worden Trotzdem sind die meisten Straßen noch Buckelpisten. „Da tut sich nichts“, so Meinberg. „Das liegt an der Witterung." Zudem seien die Kaltasphaltbestände aufgekauft. „Zuletzt haben unsere Mitarbeiter Kaltasphalt nicht mehr in großen Mengen, sonder eimerweise gekauft“, sagt ein Bezirksamtsmitarbeiter. Die Preise seien explodiert. Angeblich wegen der besseren Qualität sei teilweise sei von den "Schlaglochgewinnlern" das zehnfache der üblichen Preise verlangt worden. zv