150304KochenHarburg - Wie kann den Flüchtlingen in Harburg geholfen werden? Diese Frage beschäftigt derzeit sehr viele Menschen in Harburg. Auch Aziz Aygün, Distriktvorsitzender

der SPD in Harburg-Mitte, will die Menschen unterstützen. Am Dienstag organisierte er gemeinsam mit Mitgliedern der Alevitischen Gemeinde Harburg e.V in den Räumen der Gemeinde an der Winsener Straße zum dritten Mal ein Mittagessen für Flüchtlinge.

Rund 40 Männer, Frauen und Kinder wurden von Aziz Aygün an der Unterkunft Neuländer Platz zum150304Kochen2 Mittagessen abgeholt. Unter den Flüchtlingen sind unter anderem Syrer, Iraker, Perser und Afghanen. "So viele wie heute waren es noch nie. Wir werden das Mittagessen jetzt zweimal in der Woche anbieten", sagt Aziz Aygün, der auch den Kontakt zu der Alevitischen Gemeinde herstellte. Aygün: "In Gesprächen mit den Flüchtlingen kristallisierte sich heraus, dass einige Menschen das Essen in den Unterkünften nicht vertragen und sie teilweise Verdauungsprobleme haben."

Halime Gümüs, Frauenvorstandsvorsitzende der Alevitischen Gemeinde, war sofort bereit, zu helfen: "Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, auf Hilfe in einem fremden Land angewiesen zu sein", sagte sie gegenüber harburg-aktuell. Und: "Mein Herz sagt mir, dass wir helfen müssen."

Mit ihren sechs freiwilligen Mitstreitern steht sie an diesem Tag seit 9 Uhr in der Gemeindeküche, um rund 40 Portionen zuzubereiten. Gekocht wird Halal, entsprechend den Richtlinien der gläubigen Muslime. Heute gibt es vorweg eine Suppe, als Hauptspeise Reis, Kartoffeln, Hackbällchen, Sauce und Gemüsebeilage. Nach rund einer halben Stunde sind alle Töpfe, Pfannen und Teller leergegessen. Nichts bleibt übrig, es hat allen geschmeckt.

Das Mittagessen ist ein guter Anfang, doch dabei soll es nicht bleiben: "Wir wollen überlegen, wie wir die Integration der Flüchtlinge, etwa durch Sprachkurse, weiter voranbringen können", betont Aziz Aygün. (cb)