KazanciMuammerHarburg – Ganz zum Schluss der Sitzungen von Fachausschüssen wird es in der Regel noch einmal spannend. Dann bittet nämlich der Vorsitzende die Bürger,

den Raum zu verlassen. Jetzt beginne der vertrauliche Teil. Was da wohl besprochen wird? Offiziell ist da nie etwas herauszubekommen  – und meistens ist das auch gut so. Wenn zum Beispiel ein Investor eine Idee hat und er von Politik und Verwaltung erst einmal hören möchte, ob sein Projekt überhaupt genehmigungsfähig ist. Da sollten mögliche Konkurrenten nicht mithören können.

Im Stadtplanungsausschuss muss neulich allerdings ein Thema angesprochen worden sein, dass wohl nur deshalb unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt wurde, weil es eher peinlich war. Ob es stimmt, kann harburg-aktuell.de nicht prüfen. Die Sitzung war ja vertraulich, und die Ausschuss-Mitglieder haben geschworen, aus diesem Teil nichts zu verraten.

Dies war trotzdem zu hören: Baudezernent Jörg Penner soll den Abgeordneten mitgeteilt haben, dass aus dem Frühjahr 2014 noch eine Rechnung über rund 200 Euro offen sei. Dafür seien 18 Flaschen Sekt und Brezeln beschafft worden, die die Abgeordneten und die Verwaltungsvertreter bei einer kleinen Abschiedsfeier für Carl-Henning von Ladiges, den früheren Leiter der Abteilung Stadt- und Landschaftsplanung, verzehrt hatten.

Für diese Rechnung fühlte sich offenbar keiner mehr zuständig. Eingeladen hatte der damalige Vorsitzende des Stadtplanungsausschusses Muammer Kazanci (Foto), der allerdings bei der Wahl zur Bezirksversammlung gescheitert war und nicht mehr Mitglied des Ausschusses ist.  Penner wollte die Sache wohl vom Tisch haben, angeblich wollte er sogar „einen Hut herumgeben“, um das Geld einzusammeln.

Dazu soll es auch Zweifel an der Höhe der Rechnung gegeben haben. CDU-Haushaltsexperte und Biertrinker Uwe Schneider mochte nicht glauben, dass an jenem Abend 18 Flaschen Sekt geköpft worden. Dann müsse er ja rein rechnerisch 1,5 Flaschen geleert haben.

Und wie ist das alles ausgegangen? Das ist streng vertraulich. ag