140930MontagsdemoHarburg – Was tun gegen abgewürgte Bürgerbegehren,  gegen nicht beantwortete Bürgerfragen, gegen ahnungslose Staatsräte, gegen Senatoren, die ihre Versprechen

nicht einhalten, gegen Entscheidungen von oben herab? Immer mehr Harburger haben sich entschieden: Sie gehen nicht mehr wählen, kehren der Demokratie den Rücken zu. Rund 50 Bürger (und ein Hund) haben sich anders entschieden: Sie trafen sich Montagabend zum stillen Protest vor dem Harburger Rathaus, ohne große Volksreden, einfach so, viele mit einem Licht in der Hand.

Im Rathaus brannte noch Licht, im Zimmer des Bezirksamtsleiters. Thomas Völsch (oder war es ein Doppelgänger?) zeigte sich auch, grüßte und verschwand wieder. Wenig später war das Rathaus dunkel. Es gibt ja auch einen Hinterausgang.

Sie wollen sich jetzt jeden Montag um 19 Uhr vor dem Rathaus treffen und sie hoffen, dass es immer mehr werden. Montagsdemo? Wir sind das Volk? Vielleicht ein wenig hoch gegriffen, in Harburger lauern keine Vopo-Knüppel und keine Stasi-Verhöre. Aber: Widersteht den Anfängen! Wer Bürgerbegehren per Weisung von oben aushebelt und es dann nicht für nötig hält, den Bürgern zu erklären, warum das sein „muss“, darf sich nicht wundern. Wer hat denn gesagt, dass Bürgerbeteiligung bequem ist? ag