140923GorchHarburg - Ein Wohnschiff und zwei Pontons mit Containern, die Platz für mehr als 400 Flüchtlinge bieten sollen, kommen wie berichtet in den Harburger Binnenhafen. Bis

Ende des Jahres soll die Maßnahme umgesetzt sein. Wie gehen wir damit um? Dies wird Thema beim „Hafenfrühstück“ der KulturWerkstatt Harburg sein, das am Sonntag, 28. September, um 11 Uhr - kostenlos und Open Air - auf dem Kanalplatz veranstaltet wird.

"Bereits in den 90er-Jahren lag neben den Schiffen vor Neumühlen/Altona auch eines - eher unentdeckt - im Harburger Binnenhafen", sagt Gorch von Blomberg von der KulturWerkstatt. Und: "Dies soll jetzt wiederholt werden. Allerdings haben die vergangenen 20 Jahre aus der 'vergessenen Industriebrache' den 'aufstrebenden Vorzeigestadtteil' des Bezirks Harburg gemacht."

Da eine schnelle Verfügbarkeit und die Einsparung von Herrichtungskosten eine Rolle spielen, dürften die Wohnschiffe am Kanalplatz im Bereich der bereits hergerichteten Kaimauern oder etwa am Lotsekai ihren Platz finden. Ängste, Befürchtungen und Sichtweisen der Bewohner und Gewerbetreibenden? Umgang mit Flüchtlingen (wo kommen die eigentlich her, was haben sie erlebt, was wollen sie hier, was erwartet sie)? Wie kann humanitäre Hilfe aussehen? Praktische Fragen der Hafennutzung (etwa Hafenfest, Museumshafen)? Von Blomberg: "Am Sonntag gibt es im Hafenfrühstück dazu ein Forum – eine erste Gelegenheit, alle Meinungen und Fakten auszutauschen und vielleicht einen etwas klareren Blick zu erlangen."

Mit dabei sind: Harburgs Bezirksamtsleiter, Thomas Völsch, Ein Mitarbeiter von „pflegen & wohnen“ ist angefragt (die städtische Gesellschaft, die den Auftrag zur Umsetzung der Wohnunterkünfte hat), Der Vorsitzende der Härtefallkommission der Hamburgischen Bürgerschaft, Sören Schumacher. Als Moderator führt Gorch von Blomberg durch die Veranstaltung.  (cb)