OffenesDenkmal1Harburg - Tolles Herbstwetter, seltene Einblicke und viele Besucher - In Harburg hat es am Sonntag durchweg zufriedene Gesichter beim Tag des offenen Denkmals

gegeben. Ein gutes Dutzend Denkmäler und Institutionen öffneten in Harburg140914Denkmal2 ihre Pforten für interessierte Besucher. Und die nahmen das Angebot gerne an und nutzten die Gelegenheit, Erkundungen vorzunehmen, die häufig so nicht möglich sind.

140914Denkmal4Einen echten Besucheransturm gab es in den ehemaligen Phoenix-Hallen, wo sich seit 2001 die Sammlung Falckenberg befindet. Rappelvoll waren die Führungen durch die Ausstellung von Gianfranco Baruchello, geleitet von Isabel Abele. Abele ist zuständig für kulturelle Bildung in den Deichtorhallen, zu denen auch die Sammlung Falckenberg gehört. "Insgesamt kamen heute rund 400 bis 500 Besucher zu uns. Das war wirklich rekordverdächtig", sagte Isabel Abele gegenüber harburg-aktuell.

Auch Anna Schmid, Artistic Drector im Kunstverein Harburger Bahnhof, stufte den Tag des offenen Denkmals als vollen Erfolg ein.  „Es war wirklich schön. Mehr als 500 Besucher wurden 140914Denkmal6140914Denkmal3heute bei uns in der Ausstellung "Stoikerinnen" von Kasia Fudakowski gezählt."

Viele Besucher nutzten auch die Möglichkeit, das normalerweise verschlossene Kellergewölbe im Harburger Schloss in Augenschein zu nehmen Das Gewölbe mit seinen tavernenartigen Deckenverzierungen stammt etwa aus dem 12. Jahrhundert. Geplant ist, hier eine Dependance des Harburger Museums mit einer Dauerausstellung einzurichten.

Ein Publikumsmagnet ist auch der Alte Lokschuppen im Schellerdamm gewesen, der das ersten Mal am140914Denkmal7 Tag des offenen Denkmals präsentiert wurde: Der erste Harburger Bahnhof wurde 1847 eröffnet und war Endpunkt der Königlich Hannoverschen Staatseisenbahnen. "Wir sind mit etwa 500 Besuchern fast überrannt worden", sagt Klaus Barnick von der Geschichtswerkstatt.

Viele Besucher wurden auch in den Speicher am Kaufhauskanal gelockt. Der140914Denkmal8 Speicher soll bis Mai 2015 zu einem neuen Veranstaltungszentrum für kulturelle Aktivitäten im Hamburger Süden ausgebaut werden. Mitgeschäftsführer Rolf Lengemann persönlich brachte den interessierten Besuchern seine Pläne für das historische Gebäude näher.

Am Kulturkran gab nicht nur Führungen und Schaukranen: Gleich zwei Bands sorgten am Sonnabend und Sonntag für Stimmung. Außerdem gab es Waffeln und Gegrilltes. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Gorch von Blomberg. Auch im 1854 gebauten Kontor- und Wohnhaus am Kanalplatz herrschte reger Betrieb. Kein Wunder, denn das Gebäude ist voller geschichtsträchtiger Erinnerungsstücke.

"Volles Haus" meldete auch der Verein Alter Friedhof. "Bei beiden Führungen über den alten Harburger Friedhof waren jeweils mehr als 20 Teilnehmer dabei", sagte Selma Skwirblies. (cb)