140908SpendeFischbek - An Wiesen und Feldern liegt in Neugraben-Fischbek der Bewegungskindergarten „Springmäuse“. Am Ohrnsweg 50 haben die Kinder, geschützt vor

Lärm und Hektik, im besonderen Maße Gelegenheit, sich im Haus und auf dem Außengelände zu bewegen. Gegründet wurde die Einrichtung im Jahre 1971 von Mitgliedern des Turnverein TV Fischbek. Seit 2007 trägt er das „Gütesiegel Bewegungskindergarten“.

Hier entstand der Wunsch, für die 15 Krippenkinder (0 bis 3 Jahre) und die 31 Kinder im Elementarbereich (bis sechs Jahre) ein Hochbeet anzulegen. Davon erfuhr Torsten Meinberg, der sich gemeinsam mit Udo Stein im Regionalforum Bezirk Harburg der Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude engagiert.

„Die Stiftung für Stifter hat das Ziel“, so Meinberg, „Gutes für die Region zu tun. Mit ihrer Hilfe können sich Menschen, die sich dem Gemeinwohl in ihrer Region verpflichtet fühlen, ohne großen Aufwand und entsprechend ihrer Mittel für die Gesellschaft engagieren. Unterstützt werden sie dabei durch die Erfahrungen der Sparkasse Harburg-Buxtehude auf dem Gebiet der Stiftung und durch deren qualifizierte Mitarbeiter, die beratend und betreuend zur Seite stehen.“

Den Umfang des sozialen Engagements bestimmen die Wohltäter dabei selbst: Entweder als Spender oder Zustifter für Projekte der drei Regionalforen Landkreis Harburg, Stadt Harburg oder Stadt Buxtehude, dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Harburg-Buxtehude. So trat Torsten Meinberg also mit dem Wunsch der „Springmäuse“ an die Stiftung heran. Die entschied, das Vorhaben zu fördern, und spendete 1.500 Euro aus den Gewinnen der Stiftung. Udo Stein schmunzelnd: „Wir waren also die Geburtshelfer.“

Das Beet wurde mit den Kindern in der Nachmittagsgruppe bepflanzt, die Ernte wird selbst verbraucht, wie Salat und Kräutertee, oder vernascht. Dabei erfahren die Kinder nicht nur, dass grüne Erdbeeren nicht schmecken, sondern dass man Geduld braucht, um auf die roten zu warten. „Das ist gut für die Kinder“, erklärt Erzieherin Jacqueline Wolter, „zu lernen, woher kommt das, wie wächst das wo und wie lange – und dass Radieschen nicht im Bund mit Gummi wachsen.“

Carsten Schmuckall, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Stifter, zeigte sich angetan von der Arbeit der Erzieherinnen: „Viele der Kinder haben einen Migrationshintergrund und teilweise sehr geringe bis gar keine Deutschkenntnisse. Sie profitieren enorm von der Sprachförderung, die sie hier erfahren. Da gibt das Hochbeet auch noch mal viel Anlass zum Reden.“ Udo Stein, Torsten Meinberg und Carsten Schmuckall wünschten Jacqueline Wolter und ihren Kolleginnen weiterhin viel Freude am Hochbeet und bei der Arbeit mit ihren „Springmäusen“. (cb)