140708Stille1Langenbek - Nach vielen Stunden mühevoller Handarbeit wurde der „Raum der Stille“ im DRK-Hospiz für Hamburgs Süden feierlich eingeweiht. Durch seine einzigartige

Hülle hat er eine ganz besondere Atmosphäre und ist zukünftig ein Ort der Ruhe, Meditation und Spiritualität, den Gäste, Angehörige und Mitarbeiter nutzen können.

Die Idee stammt von den Hamburger Innenarchitektinnen Kathrin Mielke und Marie Christen von der Firma NUDE Design, die sich ehrenamtlich für das Hospiz engagieren. Durch den Tischler Martyn Parish erfolgte die Umsetzung. Hospiz-Geschäftsführerin Britta True dankte den Künstlern im Rahmen der Einweihungsfeier für ihren herausragenden Einsatz.

„Wir wollten einen Raum schaffen, an dem Menschen die Geräuschkulisse in ihren letzten Tagen selbst140708Stille gestalten und ihre Sinne beruhigen können“, so Mielke zu ihrem ehrenamtlichen Engagement. „Entstanden ist ein Ort ohne vorgegebene religiöse Prägung, der die Menschen, die ihn aufsuchen, schützend umgibt.“

Die Pastorin Dr. Hella Lemke, der Diakon Peter Meinke und der Imam Muhiddin Akkiraz gaben dem Raum bei der Einweihung ihren Segen.


Der Raum wird getragen von einer Mittelachse mit über 150 Lamellen. Diese sind in einem individuellen Winkel, justierbar mit gleichbleibendem Abstand zueinander angebracht und in ihrer halben Form gespiegelt. Die Ausleuchtung ist angelehnt an das Lichterspiel eines Blätterdachs. In der Verwendung von massivem Holz in Kombination mit Multiplex folgt NUDE ihrer Unternehmensphilosophie.

Bei den  Investitionskosten für den Bau des Raumes wurde das DRK-Hospiz von der Homann-Stiftung mit 50.000 Euro unterstützt.  Die Kosten für die Rauminstallation wurden vom Hospizverein Hamburger Süden e.V., der ehrenamtliche Trauer- und Sterbebegleiter ausbildet, übernommen. Speziell für diesen Zweck hatte das Großhamburger Bestattungsinstitut GBI 3.000 Euro an den Hospizverein gespendet. Die Gesamtkosten für die Installation und zwei Sitz-Liege-Möbel liegen bei 17.000 Euro.

Für die Gäste entstehen für den Aufenthalt im Hospiz keine Kosten – diese werden zu zehn Prozent vom Harburger Roten Kreuz als Träger sowie zu neunzig Prozent von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Um auch langfristig Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase begleiten zu können, benötigt das DRK-Harburg jedes Jahr Spenden in Höhe von rund 250.000 Euro. (cb)