140619AusmarschHarburg - Mit dem großen Schützenausmarsch aus dem Harburger Rathaus, dem Marsch durch die Harburger Innenstadt hinauf zum Festplatz auf dem Schwarzenberg und dem

Spargelessen im Festzelt - das in diesem Jahr mit 600 Gästen komplett ausgebucht war - ist am Donnerstag der erste Höhepunkt des 486. Harburger Vogelschiessens zelebriert worden.

Doch für die meisten Teilnehmer begann dieser Tag mit einem kräftigen Frühstück. Unter anderem lud der Wirtschaftsverein seine Gäste und die Deputation mitsamt Majestät Hans Heinrich Böttcher zum Schlemmen in die Helms Lounge ein.

Für die Marmstorfer Schützen mit ihrem König Johannes Tapken deckte Dierk Eisenschmidt vor seiner Konditorei den Frühstückstisch - und das, obwohl das Geschäft an der Knoopstraße derzeit vom neuen Besitzer umgebaut wird. Schließlich frühstücken die Marmstorfer bereits seit mehreren Jahrzehnten an diesem Ort und an diesem Morgen.

Viele Hände musste Gildemajestät anschließend im Großen Saal des Harburger Rathaus schütteln: Mit der Großen Königskette geschmückt begrüßte er seine Ehrengäste, darunter die Fraktionschefs im Hamburger Rathaus Andreas Dressel (SPD), Dietrich Wersich (CDU) und Katja Suding (FDP) oder Wirtschaftslenker wie Heinz Lüers, Vorstand der Sparkasse Harburg Buxtehude, Rainer Brüggestraat (Hamburger Volksbank), Investor Arne Weber oder Jochen Winand (Süderelbe AG).

Außerdem übergab Bezirksamtsleiter Thomas Völsch im Rahmen des Rathausempfangs den Schlüssel für das Harburger Rathaus an die Harburger Schützengilde.

Pünktlich um 11.15 Uhr krachten Böllerschüsse des Hamburger Böller-Regiments: Das Zeichen für den Ausmarsch der Schützen und Ehrengäste aus dem Rathaus. Unter dem Beifall vieler Harburger schlängelte sich der bunte Lindwurm aus Gästen, Spielmannszügen, Pferde-Gespannen und den Gliederungen der Gilde sowie den befreundeten Vereinen durch die Harburger Innenstadt. Hinauf zum Spargelessen im Festzelt. Eine logistische Meisterleistung verbrachte erneut das Team des Gastronomie-Betriebes Heins aus Holvede: Für die 600 Gäste mussten 300 Kilogramm Spargel, 100 Kilogramm Schinken, 300 Liter Suppe und 150 Kilogramm Kartoffeln punktgenau zubereitet werden.

Dort stieß auch der auffallend lockere Erste Bürgermeister Olaf Scholz zum Gildekönig. Große Versprechen hatte er zwar nicht mitgebracht, dafür gab es haufenweise Lob. Die Schützengilde sei „ein ganz wichtiger Teil des Harburger Selbstbewusstseins“, begann Scholz seine launige Rede. Da fehlte auch nicht der Hinweis, dass er mit seinem Jogging-Programm durchaus in der Lage sei den Sprung über die Elbe zu schaffen und nicht nur bis Wilhelmsburg laufen könne, sondern genug Puste habe, um Harburg zu erreichen.

Das die U4 am Endpunkt an den Elbbrücken (Norderelbe) einen Bahnhof bekommt, der das Umsteigen in die S3 ermögliche, und das die IBA in einer Art Weiterbeschäftigungsprogramm jetzt die Entwicklung des Elbmosaiks (heißt jetzt eigentlich Vogelkamp) und der Röttiger Kaserne übernommen hat war nicht neu. cb

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