140605SpendeHarburg - Die Asklepios Klinik hilft in Krisengebieten: Nur wenige Tage nachdem wie berichtet 100 Betten von der Harburger Asklepios-Klinik ins Überschwemmungs

-Gebiet nach Doboj geschickt wurden, sind am Mittwoch 100 weitere Betten gespendet und nach Benin in Afrika transportiert worden.

Die Idee zur Bettenspende kam Barbara Genz, als sie hörte, dass es für die alten Patientenbetten in ihrer Arbeitsstätte keine weitere Verwendung gibt. „Gemeinsam waren mein Mann und ich vor einigen Jahren vor Ort. Die Ausstattung der Krankenhäuser und Krankenstationen hat uns sehr betroffen gemacht. Unsere aussortierten Betten können dort noch viel Gutes bewirken“, beschreibt die 52-jährige ihre Motivation. Genz ist seit 34 Jahren in der Asklepios Klinik Harburg tätig, hat in der Zeit viel gesehen. Eine derartige Spendenaktion betreut sie jedoch zum ersten Mal. „Ein riesiger Aufwand. Die Klinikleitung war schnell einverstanden und hat die Idee unterstützt. Dann aber ging die Arbeit erst richtig los: Wer übernimmt die Transportkosten? Welche Papiere benötigt man? Zwischendurch dachte ich, ich verzweifle“, erinnert sich die gelernte Krankenschwester.

Mehr als ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, doch jetzt ist die Übernahme der Transportkosten durch die Organisation Engagement Global geregelt, steht der Termin der Beladung. Auch die Klinikleitung freut sich: „Wir freuen uns nicht nur, dass die Betten in Djougou noch einem guten Zweck dienen werden, sondern auch über das außerordentliche Engagement von Frau Genz. Viele unserer Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich – sei es im Sportverein, im kirchlichen Umfeld oder in anderen Bereichen. Wenn wir können, unterstützen wir dieses Engagement gern“, so Leonie Mettner, Pflegedirektorin an der Asklepios Klinik Harburg. „Auch wenn die Betten aussortiert sind, so sind sie noch voll funktionstüchtig und können problemlos weitere Jahrzehnte zum Einsatz kommen“, sagt Marco Walker, geschäftsführender Direktor des Krankenhauses.

Zum Hintergrund der Spendenaktion: Die Asklepios Klinik Harburg wird derzeit mit einem Gesamtaufwand von 50 Millionen Euro umfassend modernisiert, unter anderem mit einem großen, sechsstöckigen Neubau (Haus 8a). In diesem Zuge werden bis Mitte des Jahres sämtliche, insgesamt mehr als 500 Pflegebetten der Klinik erneuert und auf eine komfortable, elektrische Variante umgestellt. (cb)